Um jeden Preis - At Any Price

Drama | USA 2012 | 105 Minuten

Regie: Ramin Bahrani

Eine Farmerfamilie in Iowa bewirtschaftet mitten im Maisgürtel der USA in der dritten Generation einen landwirtschaftlichen Betrieb. Doch die beiden Söhne haben keine Ambitionen, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Der Ältere hat die Farm verlassen, der Jüngere plant eine Karriere als Rennfahrer. Als die Farm in wirtschaftliche Bedrängnis gerät, sieht er sich dennoch in der Pflicht. Ein desillusionierender Abgesang auf die Apple-Pie-Idylle des Mittleren Westens, die angesichts des knallharten Effizienzdrucks nur noch eine Fassade ist. In Verbindung mit traditionellen Männlichkeitsvorstellungen ergibt sich daraus eine fatale Abwärtsspirale. Ein beeindruckender Film über moderne Agrarkultur in Gestalt eines Familienepos. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
AT ANY PRICE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2012
Regie
Ramin Bahrani
Buch
Ramin Bahrani · Hallie Elizabeth Newton
Kamera
Michael Simmonds
Musik
Dickon Hinchliffe
Schnitt
Affonso Gonçalves
Darsteller
Dennis Quaid (Henry Whipple) · Zac Efron (Dean Whipple) · Kim Dickens (Irene Whipple) · Heather Graham (Meredith Crown) · Clancy Brown (Jim Johnson)
Länge
105 Minuten
Kinostart
07.11.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama
Diskussion
Beim Stockcar-Racing ist so ziemlich alles erlaubt, Hauptsache, man geht als Erster durchs Ziel. Der junge Dean Whipple hat durchaus das Zeug zum Sieger. Aber als sein großes Rennen in die entscheidende Runde geht, nimmt er den Fuß vom Gas. Wie jemand, der im letzten Moment begreift, dass er nicht auf die Ziellinie, sondern auf einen Abgrund zurast. Zac Efron spielt Dean, dessen rebellischer Charakter direkt auf James Dean verweist, der in „…denn sie wissen nicht, was sie tun“ (fd 4852) kurz vor der Klippe aus dem Auto sprang, aber im realen Leben wenige Monate nach dem Dreh tödlich verunglückte. Das Familiendrama von Ramin Bahrani weist aber noch mehr Parallelen zu Deans kurzem, wenngleich unvergänglichem Filmschaffen auf. Wie Cal in „Jenseits von Eden“ (fd 4194) ist Dean derjenige Whipple-Spross, dem väterlicherseits weniger zugetraut wird als dem Erstgeborenen. Und wie Jett in „Giganten“ (fd 5516) scheint Dean auf dem spät eingeschlagenen Erfolgskurs jeden Rest an moralis

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