Drama | Frankreich 2013 | 93 (24 B./sec.)/89 (25 B./sec.) Minuten

Regie: François Ozon

Nach einer ersten, für sie enttäuschenden sexuellen Erfahrung beginnt eine 17-Jährige, sich zu prostituieren. Eine Erklärung dafür liefert weder die junge Frau noch der Film, der in fluiden Atmosphären eine elegant montierte Coming-of-Age-Geschichte erzählt, in der die Hauptdarstellerin ausschließlich das dekorative Blickobjekt anderer bleibt. Souverän in neo-klassizistischem Stil gehalten, wird das familiäre Milieu etwas realitätsnäher beschrieben als die Welt der Prostitution mit einer eher aufpolierten, traumähnlichen Visualität. Vier Chansons von Françoise Hardy gliedern ironisch den in vier Jahreszeiten episodisch strukturierten Film; dabei verhalten sich Erzählung, Text und Stimmung der Musik asymmetrisch zueinander. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
JEUNE & JOLIE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2013
Regie
François Ozon
Buch
François Ozon
Kamera
Pascal Marti
Musik
Philippe Rombi
Schnitt
Laure Gardette
Darsteller
Marine Vacth (Isabelle) · Géraldine Pailhas (Sylvie) · Frédéric Pierrot (Patrick) · Fantin Ravat (Victor) · Johan Leysen (Georges)
Länge
93 (24 B./sec.)/89 (25 B./sec.) Minuten
Kinostart
14.11.2013
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion
Das erste Bild von Isabelle ist durch einen voyeuristischen Blick vermittelt, es zeigt die Umrisse eines Fernrohrs. Von einer Anhöhe aus wird das junge Mädchen beim Sonnenbaden am Strand beobachtet – ein retrohaftes Bild, das zudem mit den Elementen des klassischen französischen Kriminalfilms flirtet, bevor es sich dann doch als recht unschuldig zu erkennen gibt. Der Spanner ist Isabelles frisch pubertierender Bruder, der gerade sein Interesse für die erwachende Sexualität der Schwester entdeckt. In einer späteren Szene sieht man ihn durch das Ferienhaus der Familie streifen, mal in dieses, mal in jenes Zimmer hineinschielen, bevor er Isabelle heimlich beim Masturbieren zusieht. In François Ozons Film „Jung & schön“ guckt immer irgendwer auf die modelschöne, dekorativ in Szene gesetzte Isabelle. Selten wird der Blick als solcher thematisiert und subjektiviert wie in der Anfangsszene, meist ist er einem nic

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