Drama | Großbritannien/Frankreich/USA 2013 | 98 Minuten

Regie: Stephen Frears

Eine alte Frau sucht ein halbes Jahrhundert, nachdem ihr in einem irischen Kloster ihr uneheliches Baby weggenommen wurde, gemeinsam mit einem zynischen Journalisten ihren Sohn. Das nach einer historischen Begebenheit inszenierte Drama ist eine ergreifende Mischung aus komischem Road Movie, detektivischer Recherche und wütender Anklage. Geschickt balanciert die Inszenierung die unterschiedlichen Töne aus, wobei die Komik des Films aus der Gegensätzlichkeit der Hauptfiguren resultiert, die sich mit lakonischen Dialogen bekämpfen und so das gelegentliche Pathos auffangen. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
PHILOMENA
Produktionsland
Großbritannien/Frankreich/USA
Produktionsjahr
2013
Regie
Stephen Frears
Buch
Steve Coogan · Jeff Pope
Kamera
Robbie Ryan
Musik
Alexandre Desplat
Schnitt
Valerio Bonelli
Darsteller
Judi Dench (Philomena Lee) · Steve Coogan (Martin Sixsmith) · Sophie Kennedy Clark (junge Philomena) · Anna Maxwell Martin (Jane) · Ruth McCabe (Mutter Barbara)
Länge
98 Minuten
Kinostart
27.02.2014
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs und des Drehbuchautors, das solide "Making of" "Die Geschichte der Philomena Lee" (24 Min.), ein Q&A mit Steve Coogan (23 Min.) sowie das Interview "Im Gespräch mit Judi Dench" (9 Min.). Die Edition (DVD & BD) ist mit dem Silberling 2014 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Universum (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universum (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Über die Praxis der katholischen Kirche in Irland, jungen Müttern ihre unehelich geborenen Kinder wegzunehmen und sie ohne Aussicht auf ein Wiedersehen zur Adoption freizugeben, erzählte schon Peter Mullan in seinem Drama „Die unbarmherzigen Schwestern“. Sein beklemmender Film sparte Gewalt und Schikane nicht aus und zeigte selbstgerecht-sadistische Nonnen im Dienst einer totalitären Macht. „Philomena“ von Stephen Frears geht schonender, bedächtiger, nicht ganz so parteiisch mit den brisanten Fakten um; in seiner Mischung aus Komik und Sentiment ist er auch unterhaltsamer und konventioneller. Frears’ ergreifendes Drama beruht auf dem 2009 erschienenen Buch „The Lost Child of Philomena Lee“ des Journalisten Martin Six­smith. Im Film wird Sixsmith von Steve Coogan verkörpert, der zusammen mi

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