Zwischen Welten (2014)

Drama | Deutschland 2014 | 103 Minuten

Regie: Feo Aladag

Ein deutscher ISAF-Soldat soll mit seiner Einheit ein abgelegenes Dorf in Afghanistan vor den Taliban beschützen, wobei ein junger Afghane als Dolmetscher dient. Der Einheimische gerät wegen dieser Zusammenarbeit ins Fadenkreuz der Taliban, zumal seine Schwester ein Studium begonnen hat. Ein überzeugend inszenierter, in der Hauptrolle eindringlich gespielter Film, fesselnd durch lichtdurchflutete Bilder einer kargen Landschaft, in der ständig Gefahren zu lauern scheinen. In seinem durchaus nachvollziehbaren Bemühen, alle Seiten gerecht auszuloten, greift er auch zu Klischees, Genre-Konventionen und Überdeutlichkeiten. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Feo Aladag
Buch
Feo Aladag · Judith Kaufmann · Matthias Kock
Kamera
Judith Kaufmann
Musik
Jan A.P. Kaczmarek
Schnitt
Andrea Mertens
Darsteller
Ronald Zehrfeld (Jesper) · Burghart Klaußner (Oberst Haar) · Felix Kramer (Oli) · Pit Bukowski (Petze) · Tobias Schönenberg (Tekl)
Länge
103 Minuten
Kinostart
27.03.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Editionen enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras umfassen u.a. die Pressekonferenz zur Premiere auf der Berlinale 2014 (42 Min.).

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
Dass eine deutschsprachige Filmemacherin nach Afghanistan geht, um sich dort dezidiert mit den Folgen des Krieges und dem Verhältnis von ISAF-Soldaten zur einheimischen Bevölkerung zu beschäftigen, verdient Bewunderung und Respekt. Feo Aladag, die auch als Produzentin und Drehbuchautorin fungiert, hat um der Authentizität willen in Kunduz und Mazar-i-Sharif gedreht, wo andere Regisseure aus Logistik- und Sicherheitsgründen nach Marokko ausgewichen wären. Doch die abenteuerlichen Dreharbeiten, über die Aladag in Interviews und bei der Pressekonferenz anlässlich der „Berlinale“ ausführlich berichtet hat, verstellen den Blick auf den Film. Die gesuchte Authentizität hat den Druck vielmehr noch erhöht, den die Regisseurin sich selbst auferlegt hat: Bloß in kein Fettnäpfchen treten, möglichst allen Seiten gerecht werden und bitte

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