Drama | Deutschland 2013 | 90 Minuten

Regie: Jakob Lass

In einem Hotel an der Ostseeküste begegnen sich ein zurückhaltender Physiotherapeut und eine burschikose junge Frau, die zur Köchin ausgebildet wird und auf kindlich-regressive Weise mit dem stillen Mann zu spielen beginnt, dabei aber dessen naive Ernsthaftigkeit unterschätzt. Originell inszeniertes, in den Hauptrollen grandios gespieltes Drama mit komödiantischem Anstrich, das von einem Aufstand gegen krankmachende Klassen- und Geschlechterrollen-Verhältnisse erzählt. Dabei steht die halbdokumentarische, improvisierte Machart des Films in einem seltsamen Widerspruch zu den kulturellen Stereotypen der Handlung. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2013
Regie
Jakob Lass
Buch
Jakob Lass · Ines Schiller · Timon Schäppi · Nico Woche
Kamera
Timon Schäppi
Musik
Golo Schultz
Schnitt
Gesa Jäger
Darsteller
Lana Cooper (Lara Schmelzing) · Franz Rogowski (Clemens Pollozek) · Eric Popp (Küchenchef) · Gisela Köster (Frau Weiß)
Länge
90 Minuten
Kinostart
27.03.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Mitschnitt des Interview mit Jakob Lass im Filmmuseum Frankfurt (33 Min.) sowie ein Feature mit acht im Film nicht verwendeten Szenen (6 Min.).

Verleih DVD
Soulfood Music Dis. (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Es beginnt mit einer falschen Fährte. In der ersten Einstellung erwacht ein Stein am Ufer des Meeres zum Leben, reckt und streckt sich und enthüllt im Zwielicht des anbrechenden Tages, dass er im Besitz von etwas ist, was später im Film, wenn Neugier in Liebe umschlägt, zum Gegenstand einiger Diskussionen wird. Stichwort: Fleisch oder Blut. Nach diesem archaischen, fast schon mythologischen Auftakt ändert sich der Tonfall abrupt. Regisseur Jakob Lass scheint sich an ein Erfolgsrezept des Neuen deutschen Films erinnert zu haben: die harsche Durchdringung des Fiktiven und des Dokumentarischen, wie man es von Alexander Kluge, Werner Herzog oder auch Klaus Lemke kennt. Der Regisseur lässt seine Protagonisten innerhalb eines realen Settings mit engagierten Laiendarstellern improvisierend agieren, was dem Film schöne Funken verleiht. Auf ein ausgearbeitetes Drehbuch wurde verzichtet, es gab lediglich ein dramaturgisches Gerüst und die Charaktere, aber keinen einzigen vorformulierten Dialogsatz, um mi

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