Drama | Polen/Dänemark 2013 | 82 Minuten

Regie: Pawel Pawlikowski

Anfang der 1960er-Jahre macht sich eine junge Novizin auf eine Reise in die eigene Vergangenheit: Eine Tante informiert sie über ihre jüdische Herkunft und die Ermordung der Eltern im Holocaust. Der dialogarme Film erzählt mit strengen schwarz-weißen Bildern und einem vielschichtigen Soundtrack aus Bach, Mozart und modernem Jazz von den Narben, die die Verbrechen des 20. Jahrhunderts hinterlassen haben. Ein überzeugend gespieltes Drama, das gerade auch wegen seiner inhaltlichen Offenheit lange nachwirkt. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
IDA
Produktionsland
Polen/Dänemark
Produktionsjahr
2013
Regie
Pawel Pawlikowski
Buch
Pawel Pawlikowski · Rebecca Lenkiewicz
Kamera
Ryszard Lenczewski · Lukasz Zal
Musik
Kristian Selin Eidnes Andersen
Schnitt
Jaroslaw Kaminski
Darsteller
Agata Kulesza (Wanda) · Agata Trzebuchowska (Anna/Ida) · Dawid Ogrodnik (Lis) · Jerzy Trela (Szymon) · Adam Szyszkowski (Feliks)
Länge
82 Minuten
Kinostart
10.04.2014
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Arsenal (16:9, 1.78:1, DD5.1 pol./dt.)
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Diskussion
Der aus Polen stammende Regisseur Pawel Pawlikowski, der als Jugendlicher mit seinen Eltern in den Westen auswanderte und mit „Last Resort“ (fd 37 917) und „My Summer of Love“ (fd 37 113) zwei außerordentlich schöne Arbeiten in England drehte, kehrt mit dem fulminanten, mehrfach preisgekrönten Film „Ida“ in seine alte Heimat zurück. Er spielt in den frühen 1960er-Jahren, einer Zeit, in der die Wunden des Krieges, des Holocaust und der stalinistischen Ära noch überall zu sehen und zu spüren sind; die Hauptfiguren tragen entsprechend tiefe Narben. Es sind zwei Frauen, deren Schicksale Pawlikowski zum Anlass nimmt, um über die Ungeheuerlichkeiten des 20. Jahrhunderts zu reflektieren. Dafür bringt er Elemente des Psychodramas, des Road Movies un

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