Nächster Halt: Fruitvale Station

Drama | USA 2013 | 85 Minuten

Regie: Ryan Coogler

Verfilmung eines US-amerikanischen Polizeiskandals aus dem Jahr 2009: Ein junger Afroamerikaner wird nach einer U-Bahn-Schlägerei von einem weißen Polizisten an einer Bahnstation in San Francisco erschossen. Stilsicher folgt das vorzüglich gespielte Spielfilmdebüt den letzten Stunden des Mannes, der mit seiner kriminellen Vergangenheit abschließen und in Zukunft ein besserer Sohn, Freund und Vater sein will. Eine ungemein dichte Milieudarstellung, die den Figuren nahekommt, ohne sie zu verklären, und Rassismus schlüssig als unterschwelliges, fest etabliertes Phänomen der US-Gesellschaft darstellt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
FRUITVALE STATION
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2013
Regie
Ryan Coogler
Buch
Ryan Coogler
Kamera
Rachel Morrison
Musik
Ludwig Girabsson
Schnitt
Claudia S. Castello · Michael P. Shawver
Darsteller
Michael B. Jordan (Oscar Grant) · Melonie Diaz (Sophina) · Octavia Spencer (Wanda) · Kevin Durand (Officer Caruso) · Chad Michael Murray (Officer Ingram)
Länge
85 Minuten
Kinostart
01.05.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. eine Kurzdoku über die dem Film zugrunde liegenden wahren Ereignisse ("Die Geschichte von Oscar Grant", 21 Min.) sowie ein längeres Gespräch mit Regisseur und Team (27 Min.).

Verleih DVD
dcm/Universum (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
dcm/Universum (16:9, 1.78:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Verwackelte und verwaschene Bilder, aufgenommen mit einer Handykamera, zeigen eine unübersichtliche Szenerie: eine U-Bahnstation mitten in der Nacht, vier junge Afroamerikaner sitzen an eine Wand gelehnt, ein weiterer liegt wenige Meter entfernt am Boden, bewacht von mehreren Polizisten. Es herrscht Chaos, aus allen Richtungen sind Geschrei und wüste Beschimpfungen zu hören, von den Männern am Boden und ihren Bewachern wie von den Passagieren der Bahn, die an der Station gestoppt worden ist. Die Situation eskaliert, bis einer der Polizisten seine Pistole zieht und einem Mann in den Rücken feuert. Was der amerikanische Regisseur Ryan Coogler zu Beginn seines Spielfilmdebüts präsentiert, sind dokumentarische Aufnahmen von einem Vorfall, der in den USA hohe Wellen schlug: der Tod des 22-jährigen Oscar Grant aus der Nähe von San Francisco, der in den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2009 in einer U-Bahn in eine Schlägerei geriet und bei der Kontrolle an der nächsten Station erschossen wurde. D

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