Der letzte Mentsch

Drama | Deutschland/Schweiz/Frankreich 2014 | 93 Minuten

Regie: Pierre-Henry Salfati

Am Ende seines Lebens sucht ein alter Mann, der seine jüdische Herkunft und die Erfahrungen des Holocausts verdrängt hatte, nach seinen Wurzeln. Eine Reise nach Ungarn wird zur Odyssee in die eigene Biografie. Hauptdarsteller Mario Adorf verleiht dem Thema, dass die Erinnerungen fortleben müssen, auch wenn die Generation der Zeitzeugen bald nicht mehr da ist, eine große Dringlichkeit. Mehr allerdings hat der Film nicht zu bieten, da sein thesenhaftes Drehbuch nur Klischees und Plattitüden aneinanderreiht. Auch kann sich die Inszenierung nicht entschließen, den sentimentalen Grundeinfall durch Realismus und psychologische Genauigkeit zu erweitern. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LE DERNIER DES HOMMES | DER LETZTE MENTSCH
Produktionsland
Deutschland/Schweiz/Frankreich
Produktionsjahr
2014
Regie
Pierre-Henry Salfati
Buch
Pierre-Henry Salfati · Almut Getto
Kamera
Felix von Muralt
Musik
Joachim Dürbeck · René Dohmen
Schnitt
Regina Bärtschi · Hansjörg Weissbrich
Darsteller
Mario Adorf (Marcus) · Katharina Derr (Gül) · Hannelore Elsner (Ethel) · Herbert Leiser (Mikos) · Roland Bonjour (Arnold)
Länge
93 Minuten
Kinostart
08.05.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
farbfilm/Lighthouse (16:9, 1.78:1, DD2.0 dt.)
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Diskussion
Menachem Teitelbaum hat Theresienstadt und Auschwitz überlebt, doch nach der Ära des Grauens will er nur noch vergessen. So nennt er sich fortan Marcus Schwartz, blendet seine jüdische Herkunft aus, bleibt im Land der Mörder und tut so, als sei nichts gewesen, mehr als sechs Jahrzehnte lang. Erst als er spürt, dass er nicht mehr lang zu leben hat, besinnt er sich der eigenen Wurzeln. Und stößt auf bürokratische Hindernisse: Ohne Geburtsurkunde, ohne Ehevertrag der Eltern, ohne den Nachweis, dass seine Mutter eine Jüdin war, wird es ihm nicht gelingen, eine Grabstätte auf dem jüdischen Friedhof zu erhalten. Zwar spricht er jiddisch, und die Tätowierung auf dem Unterarm, die seine K

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