Katastrophenfilm | USA/Japan 2014 | 123 Minuten

Regie: Gareth Edwards

Als 15 Jahren nach einer Atomkatastrophe in Tokio ein spinnenartiges Monster über Hawaii und die Westküste der USA hereinbricht, glaubt ein US-Wissenschaftler, dass sich das Urzeitmonster nur durch ein anderes Ungetüm aus der Vorzeit stoppen lasse. Die Neuinterpretation des klassischen japanischen Monster-Mythos orientiert sich am Original von Inoshirô Honda, bezieht zugleich aber die weitere Entwicklung des Stoffs mit ein. Die Inszenierung vermag den standardisierten Blockbuster-Formeln einige neue Varianten abzugewinnen, wobei Kampf und Zerstörung zwar in riesenhafter Dimension, aber auch mit einer gewissen Schwermut erscheinen. Ein Katastrophenfilm, in dem die menschlichen Charaktere freilich reichlich marginalisiert wirken. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
GODZILLA
Produktionsland
USA/Japan
Produktionsjahr
2014
Regie
Gareth Edwards
Buch
Max Borenstein
Kamera
Seamus McGarvey
Musik
Alexandre Desplat
Schnitt
Bob Ducsay
Darsteller
Aaron Taylor-Johnson (Ford Brody) · Ken Watanabe (Ichiro Serizawa) · Elizabeth Olsen (Elle Brody) · Juliette Binoche (Sandra Brody) · Sally Hawkins (Dr. Wates)
Länge
123 Minuten
Kinostart
15.05.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Katastrophenfilm

Heimkino

BD und DVD enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache. Die DVD & die 3D-BD enthalten keine erwähnenswerten Extras. Die umfangreichere BD sowie die Kombinations-Editionen (DVD/BD) enthalten indes einige Kurzdokus zum Film sowie das Feature: "•Godzilla: Eine Naturgewalt" (19 Min.).

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 2.35:1, dts-HDMA7.1 engl./dt.)
DVD kaufen
Diskussion
„Size does matter“, auf die Größe kommt es an, hieß es 1998 bei Roland Emmerich, der aus dem Godzilla-Stoff erstmals einen gigantomanischen Hollywood-Blockbuster schuf (fd 33 303). Bei der Neuverfilmung von Gareth Edwards ist die Größe nun Schicksal der Monster und Verhängnis der Menschen zugleich. Hier werden Riesenkreaturen über die Welt geschickt, denen die Zerstörung bei jedem Tritt und bei jeder Landung aus der Luft folgt; sie sind zwar nicht böse, aber zur Vernichtung verdammt. Das ist recht nahe an Edwards’ Kinodebüt „Monsters“ (fd 40 209), aus dem eine sehr zärtliche Szene entliehen ist, und natürlich auch an den zahlreichen japanischen Godzilla-Fantasien, die seit Inoshirô Hondas erstem Film aus dem Jahre 1954 entstanden sind. Edwards ist allerdings weniger von Hondas Original als von den mythologischen Entwicklungen

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren