Begegnungen nach Mitternacht

Tragikomödie | Frankreich 2013 | 93 Minuten

Regie: Yann Gonzalez

Eine nachmitternächtliche erotische Party in einem abgelegenen Haus wird zur Bühne für skurrile Auftritte und Erzählungen, die um kollektive Fantasien, Märchen, Mythen und Bilder kreisen. Der stark an der Ästhetik der 1980er-Jahre orientierte Debütfilm versucht sich an einem Gegenentwurf zur Übermacht von Realismus und Narration im zeitgenössischen Kino. Trotz vieler Schauwerte und einer Fülle an film- und popkulturellen Referenzen bleibt dieser Versuch eines post-geschlechtlichen „Cinéma du look“ jedoch öde und blutarm. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LES RENCONTRES D'APRÈS MINUIT
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2013
Regie
Yann Gonzalez
Buch
Yann Gonzalez
Kamera
Simon Beaufils
Musik
Anthony Gonzalez · M83
Schnitt
Raphaël Lefèvre
Darsteller
Kate Moran (Ali) · Niels Schneider (Matthias) · Nicolas Maury (Udo) · Eric Cantona (Der Hengst) · Fabienne Babe (Der Star)
Länge
93 Minuten
Kinostart
10.07.2014
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Tragikomödie

Heimkino

Verleih DVD
Salzgeber (16:9, 1.78:1, DD5.1 frz.)
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Diskussion
Mit dem B-Movie und Kommerz hat „Begegnungen nach Mitternacht“ ein ebenso prononciertes Begehrensverhältnis am Laufen wie mit dem Avantgarde- und Kunstfilm. So kontrastreich und grell der posterhafte Anfang ist – schwarze Nacht, durchbrochen von dramatisch flackerndem Licht, changierenden Farben, von Gold über Feuerrot bis hin zu kühlem Blau, das blitzende Chrom eines Motorrads, dekorative Nebelschwaden, langes flatterndes Haar, ganz offensichtlich von einer Windmaschine in kunstvolle Wellenbewegungen versetzt –, so kontrastreich sind die zahlreichen filmhistorischen wie popkulturellen Anleihen: Kenneth Anger, Alain Robbe-Grillet, Luis Buñuel, Kitsch und Camp, New Wave, Hochglanzwerbung und Musikvid

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