Planet der Affen: Revolution

Science-Fiction | USA 2014 | 131 Minuten

Regie: Matt Reeves

Ein tödliches Virus hat die Menschheit auf einige kleine Kolonien reduziert. Eine davon befindet sich in den Überresten des postapokalyptischen San Francisco, nicht weit entfernt von einer Ansiedlung intelligenter, aus Laboren entkommener Affen. Als die Menschen in deren Lebensraum eindringen, kommt es zur Eskalation. Die Fortsetzung von "Planet der Affen: Prevolution" (2011) bereichert die genreüblichen Actionszenen um formal einfallsreiche, vor allem auch einfühlsame, differenzierende Sequenzen, wobei das Streben nach einigender Humanität auf reale gesellschaftliche Konfrontationen übertragbar erscheint. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DAWN OF THE PLANET OF THE APES
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2014
Regie
Matt Reeves
Buch
Rick Jaffa · Amanda Silver · Mark Bomback
Kamera
Michael Seresin
Musik
Michael Giacchino
Schnitt
William Hoy · Stan Salfas
Darsteller
Andy Serkis (Caesar) · Jason Clarke (Malcolm) · Keri Russell (Ellie) · Gary Oldman (Dreyfus) · Judy Greer (Cornelia)
Länge
131 Minuten
Kinostart
07.08.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Science-Fiction

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. das Feature "Andy Serkis verkörpert erneut "Caesar" (9 Min.). Die umfangreicheren BD-Editionen enthalten zudem u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs, ein kommentiertes Feature mit drei im Film nicht verwendeten Szenen (5 Min.), mehrere Kurzfeature über die Darsteller, die Dreharbeiten und die Filmtechnik (111 Min.) sowie (die 3D-Edition) ein Booklet mit Artworks und Konzeptzeichnungen (36-Seiten). Die BD Editionen sind mit dem Silberling 2014 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Fox (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 1.85:1, dts-HDMA7.1 engl., dts dt.)
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Matt Reeves beschert dem Franchise eine ebenso kluge wie technisch perfekte Fortsetzung.

Diskussion
Je länger das Film-Franchise »Planet der Affen« floriert, umso offensichtlicher wird, dass sich der ursprünglich von Pierre Boulle in seinem Roman »La planète des singes« erdachte Mythos von intelligenzbegabten Affen unter dem Einfluss Hollywoods mehr und mehr zu einer auf den Kopf gestellten »Tarzan«-Vision der friedlichen Koexistenz von Primaten entwickelt. Hier ist es allerdings nicht der junge Lord Greystoke, der die Sprache der Affen lernt, sondern Caesar, der unter Menschen aufgewachsene Affe, der wie ein Mensch zu denken und zu fühlen beginnt. Gemeinsam ist beiden, dass sie über die trennenden genetischen Grenzen hinaus nach Solidarität streben. Es wird von der Fantasie künftiger Drehbuchautoren abhängen, ob die voller Analogien zu Rassenunterschieden und -vorurteilen steckende Story einmal in die Utopie eines toleranteren Daseins münden wird. Mit »Planet der Affen – Revolution« kommt die allegorische Komponente der Geschichte jedenfalls einen deutlichen Schritt vorwärts. Noch keiner der filmischen Vorgänger hat die Prämisse, dass Gut und Böse unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild und von der genetischen Herkunft sind, so weit vorangetrieben wie diese Variante. Die Story

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