Biopic | Großbritannien/Frankreich/Deutschland 2014 | 150 Minuten

Regie: Mike Leigh

Biografischer Film über den britischen Maler William Turner (1775-1851), der sich Turners letzten 25 Lebensjahren widmet. Im Gegensatz zu gängigen Künstlerfilmen verzichtet er dabei auf Mythos und Verklärung des Malers als Genie und geht bis auf wenige Bildkompositionen auch Turners Gemälden aus dem Weg. Stattdessen schildert Mike Leigh mit packendem Realismus sowohl das professionelle als auch das private Umfeld Turners im England seiner Zeit und entwirft ein Bild des Künstlers als hartem Arbeiter, der von Timothy Spall großartig verkörpert wird. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MR. TURNER
Produktionsland
Großbritannien/Frankreich/Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Mike Leigh
Buch
Mike Leigh
Kamera
Dick Pope
Musik
Gary Yershon
Schnitt
Jon Gregory
Darsteller
Timothy Spall (J.M.W. Turner) · Paul Jesson (Willam Turner sen.) · Dorothy Atkinson (Hannah Danby) · Marion Bailey (Sophia Booth) · Karl Johnson (Mr. Booth)
Länge
150 Minuten
Kinostart
06.11.2014
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Biopic

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs, ein Feature mit einer im Film nicht verwendeten Szene (1 Min.) sowie das Feature "Die Farbwelt des Mr. Turner" (31 Min.).

Verleih DVD
Prokino (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Prokino (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Zuerst: ein Bild, wie gemalt. Eine Flusslandschaft im Abendrot, eine Windmühle, zwei Frauen in holländischer Tracht. Mit ihnen setzt sich die Kamera in Bewegung, schwenkt und fokussiert auf einen Mann, der am gegenüberliegenden Ufer in sein Skizzenbuch zeichnet. William Turner (1775-1851), sagt diese großartig-lakonische Eröffnung, übersieht das konventionell komponierte, noch ganz im frühen 19. Jahrhundert verhaftete Bild der Kamera. Doch dieser Künstler, der bedeutendste britische Maler seiner Zeit, sieht etwas ganz Anderes. Was das ist, schildern Turners gewaltige, zugleich luftig-atmosphärische, Licht und Farbe auf revolutionäre Weise preisende Gemälde. Mike Leigh weicht in seinem Bio-Pic, das die letzten 25 Lebensjahre des Künstlers umfasst, den Werken des Malers jedoch eher aus. Er zeigt sie nur en passant; die ästhetische Feier dieser solitären Kunst überlässt er lieber der Dokumentarabteilung des BBC. Turner, der bislang noch nie Gegenstand eines Spielfilms war, wird das große Glück zuteil, bei seinem ersten Auftritt auf der Leinwand an einen Regisseur mit einem unkonventionellen, charakterstarken Konzept geraten zu sein. Wo ein Meister wie Vincente Minnelli in »Vincent van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft« den Künstlermythos mittels

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren