Drama | Deutschland 2013 | 93 Minuten

Regie: Sönke Wortmann

Eine 33-jährige Frau wird von Erinnerungen an den Unfalltod ihrer jüngeren Geschwister am Tag ihrer Hochzeit vor zehn Jahren gequält. Weil sie sich die Schuld dafür gibt, wird sie von Albträumen geplagt, sucht Vergessen in rauschhaftem Sex und bei einer Psychiaterin. Der Adaption des Erfolgsromans von Charlotte Roche fehlt der Mut, den psychopathischen Aufschrei der Heldin in filmisch entsprechende, in Form und Ausdruck obsessive Bilder umzusetzen. Von den Darstellern im Rahmen ihrer Möglichkeiten engagiert gespielt, bleibt der Film ein mutlos biederes Abbild aus dem Glashaus bürgerlichen Ehelebens. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2013
Regie
Sönke Wortmann
Buch
Oliver Berben
Kamera
Maher Maleh
Musik
Martin Todsharow
Schnitt
Ueli Christen
Darsteller
Lavinia Wilson (Elizabeth Kiehl) · Jürgen Vogel (Georg Kiehl) · Juliane Köhler (Frau Drescher) · Anna Stieblich (Elizabeths Mutter) · Robert Gwisdek (Stefan Loss)
Länge
93 Minuten
Kinostart
18.09.2014
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Diskussion
Nach „Feuchtgebiete“ nun „Schoßgebete“. Auch der zweite Roman von Charlotte Roche, der nicht zuletzt aufgrund expliziter Sexszenen zum Bestseller wurde, kommt vergleichsweise schnell ins Kino. Gegen das Ansinnen cleverer Filmproduzenten, am Erfolg literarischer Vorlagen zu partizipieren, ist nichts zu sagen. Schön wäre es, wenn dabei im anderen Medium die Atmosphäre, das innere Klima eines Buchs, erhalten bliebe, seine Nervosität, seine Anspannung, Rührung oder Verzweiflung. Sönke Wortmann hat das versucht, ist aber gescheitert. Das existenzielle Dilemma der von Charlotte Roche mit autobiografischen Zügen versehenen Hauptfigur, das verzweigte Kompendium ihrer Äng

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