Jacky im Königreich der Frauen

Komödie | Frankreich 2013 | 87 Minuten

Regie: Riad Sattouf

In einer fiktiven Volksrepublik herrschen die Frauen, während die Männer den Haushalt besorgen und sich mit einem Ganzkörperschleier verhüllen. Als die Tochter der amtierenden Diktatorin verheiratet werden soll, glaubt sich ein 20-Jähriger am Ziel seiner Träume, doch sein Onkel plant schon seit langem einen Aufstand. Die pittoreske, surreal fabulierfreudige Karikatur speist sich aus Versatzstücken aus Sozialismus, islamischem Fundamentalismus, Militärdiktatur und Matriarchat, wobei die originäre Zeichen- und Sprachwelt ebenso überzeugt wie das Setting, auch wenn mancher Witz etwas überstrapaziert wird. Weil die Komödie auf realpolitische Anspielungen verzichtet, fehlen klarere politische Aussagen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
JACKY AU ROYAUME DES FILLES
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2013
Regie
Riad Sattouf
Buch
Riad Sattouf
Kamera
Josée Deshaies
Musik
Riad Sattouf
Schnitt
Juliette Denis
Darsteller
Vincent Lacoste (Jacky) · Charlotte Gainsbourg (Colonelle) · Didier Bourdon (Brüno) · Anémone (Generälin) · Valérie Bonneton
Länge
87 Minuten
Kinostart
19.02.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Pandastorm/Edel (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Pandastorm/Edel (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Das uniforme Gewand der Männer in der Volksrepublik Bubunne – im Film „Schleierei“ genannt – ist eine groteske Weiterspinnung des Tschadors. Die Kopfbedeckung umschließt das Haupt so eng wie eine Badekappe, das obligatorische Rot ist schreiend auffällig. Das bemerkenswerteste Detail aber befindet sich am Hals, in unvorteilhafter Nähe direkt unter dem Kinn: ein großer silberner Ring (bei den verheirateten Männern schließt sich dieser zum runden Emblem). Wenn die Männer um die Gunst einer Frau werben, findet sich an dem Ring eine Kette befestigt, die mit einer Schlaufe endet und einem Hundehalsband verblüffend ähnlich sieht. Das Balzritual sieht so aus, dass die Kette in rhythmisch-zitternden Bewegungen hin- und hergeschüttelt wird, während man sich der Auserwählten nähert. Eine gute Figur kann man dabei beim besten Willen

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