Wir waren Könige

Polizeifilm | Deutschland 2013 | 107 Minuten

Regie: Philipp Leinemann

Ein Sondereinsatzkommando der Polizei steht wegen Korruptionsvorwürfen unter Beobachtung. Als ein Einsatz schief läuft und zwei Kollegen erschossen werden, gerät der männerbündische Haufen außer Kontrolle. Zugleich kommen den Amok laufenden Ermittlern die Auseinandersetzungen zweier rivalisierender Jugendgangs in die Quere. Ein zwar hochkarätiger besetzter, aber lauter und holzschnittartiger Polizeifilm, der vorrangig auf Macho-Gehabe und Testosteron setzt, worüber alle Zwischentöne verlorengehen. Die Kritik an der institutionellen Vertuschung von Straftaten der Polizei verpufft folgenlos. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2013
Regie
Philipp Leinemann
Buch
Philipp Leinemann
Kamera
Christian Stangassinger
Musik
Sebastian Fischer
Schnitt
Max Fey · Jochen Retter
Darsteller
Ronald Zehrfeld (Kevin) · Mišel Matičević (Mendes) · Hendrik Duryn (Brandes) · Thomas Thieme (Hartmann) · Urs Rechn (Jenne)
Länge
107 Minuten
Kinostart
13.11.2014
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Polizeifilm
Diskussion
Wer sagt denn, dass Männer ihre Gefühle nicht zeigen können? In Philipp Leinemanns Polizeifilm wird von Männern unterschiedlichen Alters gebrüllt, geflucht, geweint, gehadert, gestritten, geschossen, geprügelt, geblutet, gejagt und gefeiert, dass sich die Balken biegen – und man als Zuschauer mitunter die Übersicht zu verlieren droht, zumal die Wurzeln der hier verhandelten Konflikte allesamt außerhalb der Filmhandlung liegen. Gleich zu Beginn läuft ein SEK-Einsatz in einem „schwierigen“ Viertel furchtbar schief, bei dem die beteiligten Beamten nicht so recht wissen, warum er überhaupt stattfindet und wem er gilt. Weil er aber schief geht, gibt es sogleich Ärger, denn die SEK-Einheit steht als selbstermächtigte Elite ohnehin unter Beobachtung. Weil sich „die da oben“ nicht für die kleinen Polizisten interessieren, muss man sich

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