Dokumentarfilm | Deutschland 2014 | 94 Minuten

Regie: Regina Schilling

Im alten Mercedes Benz ihres Vaters reist die Schauspielerin Adriana Altaras in ihre Vergangenheit, die sie über Gießen und Italien nach Zagreb, Split und Rab führt. Mit selbstironischen Kommentaren fächert sie ihre Biografie als Flüchtlingskind mit jüdischen Wurzeln auf und versucht, die familiären Rätsel ihrer Herkunft aus Jugoslawien zu entschlüsseln. Die mit Familiendokumenten, Archivfunden, Interviews, übermotivierter Balkan-Musik und einer spitzbübischen Off-Stimme amalgierte Erinnerungsreise bewältigt ebenso lehrreich wie berührend den Spagat zwischen Depression und Lebensfreude. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Regina Schilling
Buch
Regina Schilling
Kamera
Johann Feindt
Musik
Wolfgang Böhmer
Schnitt
Jamin Benazzouz
Länge
94 Minuten
Kinostart
11.12.2014
Fsk
ab 6
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Verleih DVD
Warner/X Filme (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Wenn deutsche Filme den Holocaust anschneiden und dabei nicht auf Humor verzichten wollen, geht das meistens schief. Danach sieht es auch in der ersten halben Stunde der Verfilmung von Adriana Altaras Bestseller „Titos Brille“ aus: eine spitzbübische Off-Stimme, Originalaufnahmen der Familie im Wandel der Zeiten, ein flotter Schnitt, dokumentarische Archiv-Einsprengsel und reichlich infantile Musik. Fertig ist die leicht verdauliche Vergangenheitsbewältigung. Doch glücklicherweise emanzipiert sich Altaras vom inflationär verwandten Standardkonzept, auch wenn man die übermotivierte Balkan-Musik bis zum Ende ertragen muss. Das liegt unter anderem daran, dass Altaras’ Witz nicht bemüht simulieren, sondern sich auf eine natürliche Autorität in Sachen selbstironische Kommentare verlassen kann. Sie bewältigt den Spagat zwischen Mela

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