Drama | Türkei 2014 | 136 Minuten

Regie: Mahsun Kirmizigül

Im Jahr 1961 wird ein türkischer Lehrer in ein kurdisches Dorf in Ostanatolien versetzt, wo er mit Mut und Sturheit die Schulpflicht für Mädchen einführt. Insbesondere wendet er sich einem scheinbar geistig Behinderten zu, der Jahre später als redegewandter Mann mit Frau und Kindern aus Istanbul zurückkehrt. Das mit wuchtigem Pathos und grandiosen Landschaftstotalen streckenweise wie ein Western inszeniertes Emanzipationsdrama ist ein Plädoyer für Bildung und Zuneigung, überhebt sich aber am Versuch, ein Sittenbild zu zeichnen, und verliert sich überdies im Geäst seiner thematischen Vielfalt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MUCIZE
Produktionsland
Türkei
Produktionsjahr
2014
Regie
Mahsun Kirmizigül
Buch
Mahsun Kirmizigül
Kamera
Soykut Turan
Musik
Mahsun Kirmizigül · Yildiray Gürgen
Schnitt
Hamdi Deniz
Darsteller
Mert Turak (Aziz) · Talat Bulut (Mahir Ögretmen) · Mahsun Kirmizigül (Bozat) · Seda Tosun (Mizgin) · Serhat Çağlayan
Länge
136 Minuten
Kinostart
01.01.2015
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Diskussion
Der türkische Arabeske-Popsänger Mahsun Kırmızigül tritt seit bald eine Reihe von Jahren recht erfolgreich als Drehbuchautor und Regisseur sozial engagierter Blockbuster in Erscheinung. Nachdem er sich in „Weißer Engel“ (fd 38 482) mit dem gesellschaftlichen Umgang mit alten Menschen, in „Güneşi Gördüm – Ich habe die Sonne gesehen“ (fd 39 262) mit kurdischen Zuwanderern in Istanbul und in „Fünf Minarette in New York“ (fd 40 180) mit dem Islamismus beschäftigte, steht in „Mucize – Das Wunder“ jetzt eine geistig behinderte Hauptfigur im Fokus. Nach zwei Dramen und einem Thriller ist Kırmızigül damit beim Ostanatolien-Western angekommen, während stilistisch weiter die ihm eigene Mischung aus Bildgewalt und moralischer Wucht dominiert. Der Lehrer Mahir wird im Rahmen seiner Ausbildung in ein kurdisches Dorf im Osten der Türkei geschickt. Da es dort aber gar keine Schule gibt, rät man i

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