Von glücklichen Schafen

Drama | Deutschland 2014 | 100 Minuten

Regie: Kadir Sözen

Eine alleinerziehende Türkin führt mit ihren beiden Kindern ein scheinbar heiles Mittelstandsleben. Als der Sohn jedoch entdeckt, dass seine Mutter als Prostituierte arbeitet, wirft ihn das aus der Bahn. Sein Versuch, seine gekränkte „Ehre“ wiederherzustellen, mündet in eine Tragödie. Psychologisch unglaubwürdig konstruiertes Drama um Frauenrollen und Ehrbegriffe in der türkischstämmigen „Community“ in Deutschland, das nur in wenigen stillen Momenten überzeugt. Fragwürdig wird der Film durch klischeehafte Figuren und ein plakatives Ende, die jeden aufklärerischen Impetus negieren.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Kadir Sözen
Buch
Kadir Sözen
Kamera
Stefan Linn
Musik
Markus Aust
Schnitt
Ulrike Leipold
Darsteller
Narges Rashidi (Elmas) · Jascha Baum (Can) · Marlene Metternich (Sevgi) · Pauline Fuchs (Claudia) · David Hürten (Stefan)
Länge
100 Minuten
Kinostart
26.03.2015
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama
Diskussion
Kadir Sözen machte in den letzten Jahren immer wieder mit Filmen auf sich aufmerksam, in denen er offensiv politische Reizthemen aufgriff. So entstand „Gelbe Tage“ 2003 als erster kurdischsprachiger Film in der Türkei, und der Fernsehfilm „Takiye – Spur des Terrors“ über islamistische Anlagefonds sorgte 2009 für hitzige Diskussionen – und Morddrohungen gegen den Regisseur. In seiner neuesten Regiearbeit beschäftigt sich Sözen mit Frauenrollen und Ehrbegrifflichkeiten in der türkischstämmigen Community in Deutschland, scheitert aber an den Klischees, die er bekämpfen will. Zunächst ist da eine heile Welt. Die alleinerziehende Elmas lebt mit ihrer Tochter Sevgi und deren 16-jährigem Bruder Can in einer schönen Mittelstandswohnung. Can macht

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren