Ein Hells Angel unter Brüdern

Dokumentarfilm | Deutschland 2014 | 93 Minuten

Regie: Marcel Wehn

Porträt des Fotografen und langjährigen Vorsitzenden der Stuttgarter Sektion der „Hells Angels“ Lutz Schelhorn. Der Dokumentarfilm begleitete ihn mehrere Jahre lang bei seiner Arbeit an einem Bildband über die deutsche Rocker-Szene, lässt ihn von alten Zeiten schwärmen und das aktuell miserable Image des Motorrad-Clubs beklagen. Der vermeintliche Einblick in das Innenleben der „Hells Angels“ leidet an der offensichtlich fehlenden Distanz zum Protagonisten; auch kann die Inszenierung nichts mit der Diskrepanz zwischen dem ostentativen Rebellentum und der zutiefst bürgerlichen Existenzform der Rocker anfangen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Marcel Wehn
Buch
Marcel Wehn
Kamera
Katharina Bühler
Musik
Christoph Rinnert · Steve Seitz · Greg Brown · Alan Tylor
Schnitt
Catrin Vogt
Länge
93 Minuten
Kinostart
15.01.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Verleih DVD
farbfilm/Lighthouse (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
„Lutz Schelhorn war schon immer ein Rebell und lehnte sich gegen die schwäbische Bürgerlichkeit auf. Als Rocker stehen für ihn Motorradfahren, die Brüderlichkeit und die Suche nach persönlicher Freiheit im Mittelpunkt.“ So wird der (Haupt-)Protagonist im Presseheft von „Unter Brüdern“ beschrieben. Einen Rebellen stellt man sich dann wohl als wüsten Draufgänger und Abenteurer mit wehender Mähne und ständig wechselnden Bräuten auf dem Sozius seiner Harley vor. Doch der ewige Rebell Schelhorn ist nicht mehr der Jüngste, kann den Bauchansatz nicht verbergen, trägt ein Bärtchen zum zurückweichenden Haupthaar, wohnt mit Sohn und Tochter in einer gutbürgerlichen Siedlun

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