Ich will mich nicht künstlich aufregen

- | Deutschland 2014 | 87 Minuten

Regie: Max Linz

Eine eloquente Kuratorin für zeitgenössische Kunst wird kaltgestellt, als sie in einem Interview unbequeme Wahrheiten über das Verhältnis von Politik, Kunst und Kino ausspricht. Doch davon lässt sie sich nicht entmutigen und macht sich auf die Suche nach neuen Kuratoren. Der hintergründige Debütfilm geht der Frage nach, warum öffentlich alimentierte Kunst politisch ohne jede Resonanz bleibt. Als galliger Kommentar zur aktuellen Lage nicht nur der Kulturpolitik bricht er pointiert die Verhältnisse auf deren Essenz herunter, ohne eine Lösung anzubieten. Erst am Ende scheint eine nostalgische Sehnsucht nach klaren Verhältnissen durch. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Max Linz
Buch
Max Linz
Kamera
Carlos Andrés López
Musik
Tamer Fahri Özgönenc
Schnitt
Max Linz · René Frölke
Darsteller
Sarah Ralfs (Asta Andersen) · Pushpendra Singh (Waris Singh) · René Schappach (René Rausch) · Hannelore Hoger (Dagmar Andersen) · Daniel Hoevels (Marc Möbius)
Länge
87 Minuten
Kinostart
08.01.2015
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Wenn sich in Zeiten der sogenannten „Alternativlosigkeit“ niemand wirklich mehr aufregt, dann muss man sich eben künstlich aufregen. Die Kunst als Ort und Medium des Widerspruchs gegen das „juste milieu“: Das ist etwa im Theater bei René Pollesch der Fall oder auf der Straße bei den Protesten gegen „Stuttgart 21“, wenn Volker Lösch Chöre des Widerspruchs inszeniert. Oder in den Filmen von Godard, Kluge, Schlingensief & Co., die den Sand der Gegen-Information oder des (auch formalen) Widerstands ins Getriebe der Medien streuten. Den Filmemacher Max Linz hat sein Studium an der dffb wütend gemacht, weil er merkte, dass das Studium zu genormter Kunst führt, die ins System passt. Er h

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