Red Army - Legenden auf dem Eis

Dokumentarfilm | USA 2014 | 85 Minuten

Regie: Gabe Polsky

Ein meisterlicher Versuch, anhand der Biografien einzelner sowjetischer Eishockey-Spieler die Geschichte der UdSSR zwischen 1979 und 2002 zu rekonstruieren. Um ein langes Interview mit dem Verteidiger Slava Fetissow gruppieren sich vorzüglich ausgewählte Archivmaterialien, die von der Politisierung des Sports dies- und jenseits des Eisernen Vorhangs erzählen. Eine ebenso aufschlussreiche wie unterhaltsame Sportdokumentation, die mit bizarren Details und Anekdoten auch den grimmigen Ernst des Kalten Kriegs nachzeichnet. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
RED ARMY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2014
Regie
Gabe Polsky
Buch
Gabe Polsky
Kamera
Svetlana Cvetko · Peter Zeitlinger
Musik
Christophe Beck · Leo Birenberg
Schnitt
Eli B. Despres · Kurt Engfehr
Länge
85 Minuten
Kinostart
29.01.2015
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Die Extras enthalten u.a. ein Feature mit 15 im Film nicht verwendeten Szenen (19 Min) sowie einem ausführlichen Interview mit der Eishokey-Legende Scotty Bowman (56 Min.).

Verleih DVD
Weltkino (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Weltkino (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Eishockey war in der Sowjetunion nicht nur äußerst populär, sondern auch eine Prestigesportart von (inter-)nationalem Rang. Mir ihr sollte während des Kalten Kriegs die Überlegenheit des Sowjetsystems demonstriert werden. Deshalb förderte man Talente von Kindesbeinen an mit wissenschaftlicher Akribie und eiserner Disziplin. Ab Mitte der 1950er-Jahre dominierte das sowjetische Team von „Staatsamateuren“ die internationale Eishockey-Welt; Olympiasiege und Weltmeistertitel gab es quasi im Abonnement. Ihr Coach Anatoli Tarassow, der für sein knochenhartes Training berüchtigt war, kombinierte den Sport mit Erkenntnissen aus Schach und Ballett. Legendär wurde auch der erste Block der sowjetischen Nationalmannschaft „Sbornaja“ um den Verteidiger Wjatscheslaw „Slava“ Fetissow; alle Spieler kamen vom Armeesportclub ZSKA Moskau, den Tarassow von 1950 bis 1974 trainierte. Der amerikanische

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