Fräulein Julie (2014)

Drama | Norwegens/Großbritannien/Kanada/USA/Frankreich/Irland 2014 | 129 Minuten

Regie: Liv Ullmann

Eine gelangweilte junge Gräfin will im Irland des Jahres 1890 ihrem Alltag entkommen und liefert sich in einer Mittsommernacht mit einem Bediensteten ein gefährliches Spiel um Macht und Verführung, Geschlechter- und Klassenkampf, was für sie verheerende Folgen nach sich zieht. Die Verfilmung von August Strindbergs gleichnamigem Theaterstück ist eine klassische Adaption ohne interpretatorische Neuansätze und bleibt filmsprachlich konventionell und schematisch. Zwar beeindruckt die emotionale Tour de Force der Hauptdarstellerin, insgesamt aber lässt der Film eine neue Perspektive auf den Stoff vermissen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MISS JULIE
Produktionsland
Norwegens/Großbritannien/Kanada/USA/Frankreich/Irland
Produktionsjahr
2014
Regie
Liv Ullmann
Buch
Liv Ullmann
Kamera
Mikhail Krichman
Musik
Morten Lindberg
Schnitt
Michal Leszczylowski
Darsteller
Jessica Chastain (Fräulein Julie) · Colin Farrell (John) · Samantha Morton (Kathleen) · Nora McMenamy (junge Julie)
Länge
129 Minuten
Kinostart
22.01.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Alamode (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Abstiegsangst und Aufstiegsbegehren werden nie wieder so deutlich sichtbar wie in den hochsymbolischen Träumen der adligen Julie und ihres Hausangestellten John. Sie träumt, dass sie auf einer hohen Säule sitzt und herunter möchte, aber nicht kann. Er träumt, dass er auf einen hohen Baum klettern will, in dessen Ästen sich ein Nest mit goldenen Eiern befindet. Sie hat Angst, herunterzufallen, er fürchtet, nicht nach oben zu gelangen. Julie und John erzählen sich ihre Träume in einer der wenigen „entspannten“ Szenen des Films. Das gefährliche Spiel aus Verführung, Anziehung und Abstoßung, aus Begehren nach und Hass auf

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