- | Schweiz 2013 | 74 Minuten

Regie: Dominik Locher

Eine junge Schriftstellerin aus der Hipster-Community Berlins kehrt der Hauptstadt frustriert den Rücken, um mit ihrem Geliebten in den Schweizer Alpen ein neues Leben zu beginnen. Bald bedrohen unkalkulierbare Gefühle, aber auch die Unwägbarkeiten der Einheimischen das kreative Anfangshoch. Das etwas krude Gemisch aus Trashfilm, Alpenwestern, interkultureller Liebesgeschichte und Hipster-Komödie besitzt amüsante und anrührende Momente, büßt aber schnell an erzählerischer Dichte ein und flüchtet sich in Klischees und Übertreibungen. Auch macht sich der Debütfilm die Weltsicht seiner inszenierungswütigen Hauptfigur allzu ungebrochen zu eigen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
TEMPO GIRL
Produktionsland
Schweiz
Produktionsjahr
2013
Regie
Dominik Locher
Buch
Dominik Locher
Kamera
Stefan Künzler
Musik
Nina Geiger
Schnitt
Aurora Vögeli
Darsteller
Florentine Krafft (Dominique Piepermann) · José Barros (Deniz) · Anatole Taubman (Andreas Orlow) · Lisa Ivana Brühlmann (Viola) · Daniel Mangisch (Arnold)
Länge
74 Minuten
Kinostart
28.05.2015
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Alpenwestern meets Hipster-Komödie im schweizer Wallis

Diskussion
„Tempo Girl“. Das klingt stark nach einer Comicfigur. Dabei ist die Titelfigur nur ein verwöhntes Berliner Hipster-Mädchen, das gerne eine erfolgreiche Pop-Autorin wäre. Über Superkräfte aber verfügt sie nicht, ganz im Gegenteil. Was sie schreibt, ist „shit“, wie ihr der Verleger freiheraus erklärt, und das wenige, was man von ihrer Schriftstellerei zu hören bekommt, gibt ihm Recht. Dominique Piepermann, so ihr richtiger Name, hackt nämlich bevorzugt pseudogenerationsdiagnostischen Schwachsinn in die Tasten ihres MacBooks. Das Manuskript bringt sie dafür stilsicher in Trenchcoat und High Heels zum Briefkasten. Im Grunde ist diese Dominique von einer Comicfigur

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