Märchenfilm | USA 2014 | 125 Minuten

Regie: Rob Marshall

Ein Bäcker und seine Frau leben in einem Märchenland mit einem geheimnisvollen Wald und müssen vier Aufgaben lösen, um ihr Haus vom Fluch einer Hexe zu befreien. Dabei kreuzen sie immer wieder die Wege bekannter Märchenfiguren und stellen sich gemeinsam mit ihnen dem Kampf gegen eine Riesin. Furios inszenierte und brillant besetzte Verfilmung des gleichnamigen Musicals von Stephen Sondheim, die den doppelbödigen Witz der Vorlage geschickt überträgt und deren Abgründe nur wenig entschärft. Eine geistreiche Märchenreflexion voller Ironie und Tempo, die sich nach heiterem Beginn zunehmend düster entwickelt. - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
INTO THE WOODS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2014
Regie
Rob Marshall
Buch
James Lapine
Kamera
Dion Beebe
Musik
Stephen Sondheim
Schnitt
Wyatt Smith
Darsteller
Anna Kendrick (Cinderella) · Daniel Huttlestone (Jack) · James Corden (Bäcker) · Emily Blunt (Frau des Bäckers) · Meryl Streep (Hexe)
Länge
125 Minuten
Kinostart
19.02.2015
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Märchenfilm | Musical

Heimkino

BD und DVD enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache. Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die BD enthält indes einen Audiokommentar von Regisseur Rob Marshall und den Produzenten John DeLuca und Marc Platt. Zudem u.a. noch enthalten: das zusätzliche Lied "She'll be back" (5 Min., gesungen von Meryl Streep).

Verleih DVD
Walt Disney (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Walt Disney (16:9, 2.35:1, dts-HDMA7.1 engl./dt.)
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Brilliante Musical-Adaption

Diskussion
Am Anfang vieler Märchen steht der Wunsch, sich vom geraden Weg zu entfernen. Was Wunder, wenn Stephen Sondheim, der Großmeister des amerikanischen Musicals, und sein Librettist James Lapine die Worte „I Wish“ zum Leitmotiv ihrer postmodernen Märchenparodie „Into the Woods“ machen. Diese mit Stimmungen, Perspektiven und musikalischen Harmonien jonglierende Reflexion über das Wesen und die Moral von Märchen hat sich seit der Premiere 1986 zu einem der größten Erfolge Sondheims entwickelt. Das ist eigentlich eine hervorragende Ausgangslage für eine Verfilmung; doch bislang hat sich das Kino mit Sondheims komplexen Werken stets schwergetan. Selbst Regisseure wie Richard Lester (bei „Toll trieben es die alten Römer“, fd 14 768) oder Tim Burton (bei „Sweeney Todd“, fd 38 582) waren beim Versuch, kongeniale filmische Entsprechungen zu finden, nur bedingt erfolgreich. Do

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