Als wir träumten

Drama | Deutschland/Frankreich 2015 | 117 Minuten

Regie: Andreas Dresen

Eine Clique um drei Leipziger Jugendliche lebt in der unmittelbaren Nachwendezeit ziellos in den Tag. Zwischen Bolzen, Saufen und Prügeleien mit Neo-Nazis kristallisiert sich die Idee eines Technoclubs heraus, der für eine Weile zum Kompass wird, aber auch zur Radikalisierung und zum Absturz in Drogen, zu Eifersucht und Verrat beiträgt. Verfilmung des Romans von Clemens Meyer als intensives Jugenddrama, das mit schmutzig-braunen Bildern und hitzigem Erzähltempo ein soziales Vakuum skizziert. Während der apokalyptische Ton des perspektivlosen Ostens mitunter allzu forciert wirkt, bezieht der Film seine Authentizität vor allem aus den unverbrauchten Gesichtern der jungen Darsteller. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr
2015
Regie
Andreas Dresen
Buch
Wolfgang Kohlhaase
Kamera
Michael Hammon
Musik
Jens Quandt
Schnitt
Jörg Hauschild
Darsteller
Merlin Rose (Dani) · Julius Nitschkoff (Rico) · Joel Basman (Mark) · Marcel Heupermann (Pitbull) · Frederic Haselon (Paul)
Länge
117 Minuten
Kinostart
26.02.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Jugendfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Drehbuchautors, ein längeres „Making of“ (25 Min.), ein Feature mit sieben im Film nicht verwendeten Szenen (11 Min.) sowie ein 32-seitiges Booklet zum Film. Die Edition ist mit dem Silberling 2015 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Pandora (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Pandora (16:9, 1.85:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
Das Kino ist heruntergekommen, im Dunkeln hört man Stimmen. Dani sucht seinen Kumpel und hat ihm Bier mitgebracht. Doch Mark „fühlt sich Scheiße“, die Drogen machen ihn fertig. Dabei war dieser Ort einst voller Magie, wo bei Harald Reinls „Winnetou III“ ihre Herzen laut klopften. Doch dann blendet Andreas Dresens „Als wir träumten“ zunächst in die Zeit der jungen Pioniere zurück, als sie Krieg spielten, sich ins Kollektiv einfügen mussten. Dani, Pitbull, Rico, Mark und Paul kennen sich seit Kindsbeinen, sind in einen ärmlichen Vorort von Leipzig aufgewachsen, halten zusammen und trösten auch bei Liebeskummer. Es ist die Nachwendezeit in Ostdeutschland, Anfang der 1990er-Jahre, in denen alles anders wurde; eine genauere zeitliche Präzision fehlt bewusst. Erwachsenwerden in einer Welt des Umbruchs zwischen Aufbruch

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