Drama | USA/Großbritannien 2014 | 128 Minuten

Regie: Ava DuVernay

Im Januar 1965 eskalieren die US-amerikanischen Rassenunruhen. Der Anführer der Bürgerrechtsbewegung, Martin Luther King, konzentriert seine Bemühungen auf die Stadt Selma, wo die Segregation in vollem Umfang betrieben wird. Ein packendes Historiendrama, das die Bürgerrechtler als ausdifferenzierte Gruppe würdigt, insbesondere aber von der subtilen Interpretation des Hauptdarstellers getragen wird. Die christliche Motivation der Aktivisten vermittelt sich dabei ebenso unaufdringlich wie Kings außergewöhnliche Persönlichkeit sowie sein Blick für realpolitische Notwendigkeiten. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
SELMA
Produktionsland
USA/Großbritannien
Produktionsjahr
2014
Regie
Ava DuVernay
Buch
Paul Webb
Kamera
Bradford Young
Musik
Jason Moran
Schnitt
Spencer Averick
Darsteller
David Oyelowo (Martin Luther King jr.) · Carmen Ejogo (Coretta Scott King) · Tom Wilkinson (Präsident Lyndon B. Johnson) · Giovanni Ribisi (Lee White) · Oprah Winfrey (Annie Lee Cooper)
Länge
128 Minuten
Kinostart
19.02.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Historienfilm

Heimkino

Die wertigen Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar der Regisseurin und des Hauptdarstellers David Oyelowo, einen Audiokommentar der Regisseurin, des Kameramanns und des Cutters, ein längeres "Making of" (26 Min.), die Featurettes "Die Entstehung von 'Selma'" (13 Min.), "Über das 'National Voting Rights Museum and Institute'" (8 Min.) und "Aus dem Archiv: Die Geschichte von Selma" (5 Min.), das Musikvideo zum Oscar prämierten Song "Glory" (4:30 Min.) sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (30 Min.). Die Edition (DVD & BD) ist mit dem Silberling 2015 ausgezeichnet.

Verleih DVD
StudioCanal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion

Bilder eines zweifelnden Mannes stehen am Anfang. Martin Luther King, der Anführer der afro-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, zupft vor dem Spiegel nervös an seiner Krawatte. Diese kommt ihm ebenso falsch vor wie die Dankesrede, die er bei der Annahme des Friedensnobelpreises halten will; er fühlt sich in dieser Situation viel zu weit vom Ziel seines Kampfes entfernt. Regisseurin Ava DuVernay unterstreicht das, indem sie von der optimistischen Verleihungsgala im Dezember 1964 auf die frappierende Realität der Rassentrennung in den amerikanischen Südstaaten überblendet: der Bombenanschlag auf eine Kirche in Birmingham, Alabama, bei dem vier schwarze Schulmädchen sterben; die behördliche Willkür, die die spätere Aktivistin Annie Lee Cooper daran hindert, sich als Wählerin registrieren zu lassen; Demonstrationen eines ungebändigten Rassenhasses, die auch im Abstand von einem halben Jahrhundert nichts an Eindrücklichkeit eingebüßt haben. Historisch liegen die bei

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