Every Thing will be Fine

Drama | Deutschland/Kanada/Frankreich/Schweden/Norwegen 2014 | 118 Minuten

Regie: Wim Wenders

Ein Schriftsteller in Quebec fällt in eine tiefe seelische Krise, als ihm auf verschneiter Straße ein Kinderschlitten vors Auto fährt und ein Junge ums Leben kommt. Seine Beziehung zerbricht, er flüchtet sich ins Schreiben und zu einer anderen Frau, wird aber mit den quälenden Fragen nach seiner Verantwortung konfrontiert, als sein Buch ein Bestseller wird. Meisterhaft inszeniertes kontemplatives Drama, das mit vielen Auslassungen, Brüchen und Ellipsen von einer seelischen Heilung erzählt. Subtil spielt der Film mit der Künstlichkeit seiner Bilder, verfügt aber dank herausragender Darsteller ebenso über intensive kammerspielartige Momente. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
EVERY THING WILL BE FINE
Produktionsland
Deutschland/Kanada/Frankreich/Schweden/Norwegen
Produktionsjahr
2014
Regie
Wim Wenders
Buch
Bjørn Olaf Johannessen
Kamera
Benoît Debie
Musik
Alexandre Desplat
Schnitt
Toni Froschhammer
Darsteller
James Franco (Tomas Eldan) · Charlotte Gainsbourg (Kate) · Rachel McAdams (Sara) · Marie-Josée Croze (Ann) · Peter Stormare (Verleger)
Länge
118 Minuten
Kinostart
02.04.2015
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die BD enthält u.a. ein längeres, erhellendes "Making of" (40 Min.) sowie ein Feature mit zehn im Film nicht verwendeten Szenen, inklusive eines verlängerten Filmendes.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Die Anfangsszene macht Wim Wenders keiner nach: Eine verschneite Landstraße, ein Kinderschlitten, der Tomas, gespielt von James Franco, vors Auto flitzt. Vollbremsung. Ist dem Jungen, der starr auf dem Schlitten vor dem Kühler hockt, etwas passiert? Nein. Erleichtert bringt der Fahrer das schweigende Kind Huckepack zum Haus, das weithin sichtbar am Hang liegt. Er klingelt, die Mutter erblickt ihren Sohn Christopher, erschrickt, begreift, rennt hangabwärts zum Wagen. Was Tomas nicht ahnen konnte: Unter dem Auto liegt ihr anderer Sohn! Wenders zeigt das tote Kind nicht. Was nicht nur eine pietätvolle Geste, sondern eine kluge Auslassung ist. Als Leerstelle brennt sich der Verlust besonders tief ins Gedächtnis der Zuschauer. Wim Wenders hat in den letzten Jahren int

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