Dying of the Light - Jede Minute zählt

Thriller | USA/Bahamas 2014 | 94 Minuten

Regie: Paul Schrader

Ein altender CIA-Agent, der an einer aggressiven Form von Demenz leidet, macht sich mit Hilfe eines jungen Kollegen zu einer letzten Mission auf: Er will einen islamistischen Terroristen beseitigen, der ihn einst bei einem missglückten Einsatz gefangen nahm und foltern ließ. Dass der Terrorist seinerseits auch an einer tödlichen Krankheit leidet und ihm wie dem Agenten nicht mehr viel Lebenszeit bleibt, ist dem Jäger egal. Regisseur Paul Schrader macht aus dem Stoff einen abgründigen Thriller, der zugleich ein von einem überragenden Hauptdarsteller getragenes Psychodrama um die Sinnlosigkeit des "War on Terror" ist. Der finale Schnitt des Films wurde Schrader und seinem Cutter von den Produzenten aus der Hand genommen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DYING OF THE LIGHT
Produktionsland
USA/Bahamas
Produktionsjahr
2014
Regie
Paul Schrader
Buch
Paul Schrader
Kamera
Gabriel Kosuth
Musik
Frederik Wiedmann
Schnitt
Tim Silano
Darsteller
Nicolas Cage (Evan Lake) · Anton Yelchin (Milton Schultz) · Alexander Karim (Muhammad Banir) · Irène Jacob (Michelle Zubarain) · Adetomiwa Edun (Mbui)
Länge
94 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Splendid/WVG (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Splendid/WVG (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., dts-HD dt.)
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Konflikte über die endgültige Schnittfassung überschatteten Paul Schraders abgründigen Agenten-Rachethriller. Dennoch vermag „Dying of the Light“ zu fesseln, schon wegen Nicolas Cages beklemmend guter Performance als Hardliner, hinter dessen Toughness und Entschlossenheit immer öfter pathologische Aggressivität, Angst und Verwirrung aufblitzen.

Diskussion
In einer Rede vor CIA-Anwärtern fragt Veteran Evan Lake (Nicolas Cage) die Zuhörer, was sie in die Agency getrieben habe, eine Institution, deren Renommee doch seit Ende des Kalten Kriegs stark gelitten habe. Er selbst gibt als eine Antwort: „Weil ihr noch Werte habt!“ Was nicht zuletzt „Patriotismus“ heißt. Lake scheint sich als Bastion eines amerikanischen Selbstverständnisses zu sehen, das er allenthalben im Schwinden begriffen sieht; selbst seine CIA-Vorgesetzten stecken, wie er es drastisch ausdrückt, „zu tief im Arsch von Präsident Obama, um mehr als dessen Scheiße zu sehen“. Allerdings bröckelt auch Lakes eigene Bastion: Der altgediente Agent leidet an einer „frontotemporalen Demenz“, die jene Hirn-Areale angreift, die für Sozialverhalten u

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