Drama | Deutschland 2015 | 139 Minuten

Regie: Sebastian Schipper

Eine junge Spanierin lernt in einem Berliner Club vier proletarische Kleingangster kennen, die in dieser Nacht eine Schuld begleichen wollen. Als einer von ihnen ausfällt, springt sie für ihn ein. Ein radikales auratisches Drama auf Augenhöhe mit Jean-Luc Godards „Außer Atem“, in dem sich die innerlich zerrissene Protagonistin neu entdeckt. Dabei lebt der in einer einzigen Einstellung gedrehte Film von seiner enormen Konzentration sowie von der Intensität der Darsteller. Der Taumel des Geschehens, in dem jederzeit alles möglich ist, überträgt sich auf den Zuschauer, der mit den Protagonisten planlos und doch zugleich hellwach durch die Nacht driftet. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2015
Regie
Sebastian Schipper
Buch
Sebastian Schipper · Olivia Neergaard-Holm · Eike Schulz
Kamera
Sturla Brandth Grøvlen
Musik
Nils Frahm
Schnitt
Olivia Neergaard-Holm
Darsteller
Laia Costa (Victoria) · Frederick Lau (Sonne) · Franz Rogowski (Boxer) · Burak Yigit (Blinker) · Max Mauff (Fuß)
Länge
139 Minuten
Kinostart
11.06.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Kriminalfilm

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, sowie ein längeres Interview mit Sebastian Schipper und Frederick Lau (19 Min.). Nur die BD enthält zudem ein sog. "One-Take Interview" mit dem Team des Film (76 Min.).

Verleih DVD
Senator/Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt. & engl.)
Verleih Blu-ray
Senator/Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt. & engl.)
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Diskussion
Am Anfang ist das Licht. Gleißend-flackernd durchdringt es das künstliche Dunkel eines Berliner Clubs. Ein junges Mädchen im verschwitzten T-Shirt tanzt in den zerhackten Stroboskopblitzen. „Ich will es heute wissen“, sagt jede ihrer Gesten. Was genau, das ist noch nicht so klar, aber am Ende wird sie mehr erfahren haben, als sie je zu träumen wagte. Diese ersten Sekunden und der Auftritt der Titelheldin zeigen ein Irrlicht, das sich treiben lässt, eine Fremde in Berlin-Mitte: Victoria, eine spanische Studentin, die Heldin des Films, die der Blick der Kamera von nun an nicht mehr loslassen wird, über zweieinhalb Stunden lang. Die vierte Regiearbeit des vor allem als Schauspieler tätigen Sebastian Schipper ist ein riskanter Film. Ihm liegen zwei Ideen zugrunde, die beide verführerisch klingen, aber auch sehr theoretisch. Zum einen ist der ganze Film in einer einzigen langen Einstellung gedreht, ohne Schnitt, in einem einzigen Sog. Zugleich bringt er vor den Kul

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