Hedi Schneider steckt fest

Drama | Deutschland/Norwegen 2015 | 92 Minuten

Regie: Sonja Heiss

Eine Frau, die mit Lebensgefährten und Sohn ein äußerlich glückliches, von vielen bürgerlichen Zwängen freies Leben führt, wird völlig unerwartet von Angst- und Panikattacken gequält. Als ihr Familie, Freunde und Therapeuten nicht weiterhelfen können, beginnt sie, ihr Leben eigenständig zu hinterfragen, und entdeckt, dass immer etwas fehlt, worauf sie mit Leistungsverweigerung reagiert. Im Gewand eines bisweilen selbstironisch gefärbten Beziehungsfilms entfaltet sich ein komisch-absurdes Drama, das wie beiläufig von den seelischen Abgründen der Gegenwart handelt und mit viel Sinn für intime Momente lebensnahe Dialoge und tragikomische Kapriolen aufsammelt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Norwegen
Produktionsjahr
2015
Regie
Sonja Heiss
Buch
Sonja Heiss
Kamera
Nikolai von Graevenitz
Musik
Lambert
Schnitt
Andreas Wodraschke
Darsteller
Laura Tonke (Hedi Schneider) · Hans Löw (Uli) · Leander Nitsche (Finn) · Melanie Straub (Viviane) · Simon Schwarz (Arne Lange)
Länge
92 Minuten
Kinostart
07.05.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Tragikomödie

Heimkino

Verleih DVD
Pandora (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Muss ein Film über Angststörungen und Depressionen traurig sein? Oder muss er als Komödie daher kommen, um die Schranke der öffentlich-rechtlichen Geldgeber zu passieren? Der neue Film von Sonja Heiss, die sich bereits in „Hotel Very Welcome“ (fd 38 444) den psychischen Befindlichkeiten desorientierter Rucksacktouristen mit feinster Beobachtungsgabe widmete, versucht den Spagat. Es dauert eine Weile, bis man versteht, warum ihre kindlich verspielte Heldin von Panikattacken heimgesucht wird. Ausgerechnet im Aufzug, dem klassischen Ort für unvorhergesehene Luftnot, erweist sich die Mittdreißigerin mehr als entspannt. Als sie auf dem Weg zum Bürojob darin stecken bleibt, wirkt sie nicht etwa nervös, sondern ist nur gelangweilt. Um die Zeit zu überbrücken, verwickelt sie den Mann am ausgelösten Alarmknopf in indiskrete Gespräche und ist sichtlich erstaunt, als er nicht mitspielen mag. Umso mehr nimmt sie die Krise ihres nörgelnden Arbeitskollegen mit. Eines Morgens ist der weg. Weil er drohte, aus dem Fenster zu springen, ließ ihn der Chef in die Psychiat

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