Biopic | USA/Kanada 2014 | 107 Minuten

Regie: Tim Burton

Ende der 1950er-Jahre heiratet eine junge Malerin, deren Spezialität Gemälde mit großäugigen, traurigen Kindern sind, einen Kollegen. Dieser macht die Bilder mit ungewöhnlichen Methoden zum Verkaufsphänomen und gibt sich selbst als ihr Schöpfer aus. Seine schüchterne Frau spielt das Spiel mehrere Jahre lang mit, bis sie ihren Mann verlassen und die Wahrheit verkünden kann. Tim Burtons Biopic über die amerikanische (Kitsch-)Malerin Margaret Keane (geb. 1927) überzeugt mit zwei brillanten Hauptdarstellern und einer mitreißenden Lust an stilisierter Übertreibung. Eine grelle Satire auf die Auswüchse des Massengeschmacks, die nie die Sympathie für ihre Figuren aufgibt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BIG EYES
Produktionsland
USA/Kanada
Produktionsjahr
2014
Regie
Tim Burton
Buch
Scott Alexander · Larry Karaszewski
Kamera
Bruno Delbonnel
Musik
Danny Elfman
Schnitt
JC Bond
Darsteller
Amy Adams (Margaret Keane) · Christoph Waltz (Walter Keane) · Danny Huston (Dick Nolan) · Jon Polito (Enrico Banducci) · Krysten Ritter (Dee-Ann)
Länge
107 Minuten
Kinostart
23.04.2015
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Künstlerporträt

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein längeres Promo-„Making of“ (22 Min.).

Verleih DVD
StudioCanal (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
StudioCanal (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Die Gemälde scheinen in eine seltsame jenseitige Welt zu führen. Zwar erinnern die Hintergründe an vertraute Szenerien, doch sie verblassen angesichts der Kinder im Vordergrund, die aus riesigen dunklen Augen traurig aus dem Bild heraus starren. Man könnte in dem Künstler eine dunkle Seele vermuten, doch Margaret Ulbrich ist nichts von einem beunruhigenden Innenleben anzumerken. Freundlich, zurückhaltend und bescheiden verbringt die junge Frau die Wochenenden beim Straßenverkauf, lässt sich ihre Bilder abluchsen und kann die immer gleichen Fragen („Warum haben die Kinder so große Augen?“) nie befriedigend beantworten. Nicht einmal dem charmanten Walter Keane, der am Stand nebenan Pariser Straßenszenen anpreist und so viel Interesse an Margaret zeigt, dass die beiden sich von da an häufig sehen und schließlich heiraten. Es könnte der Beginn einer fruchtbaren Künstlerpaarung sein, doch bei einem Film von Tim Burton ist man stets

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