- | Deutschland/Russland 2014 | 92 Minuten

Regie: Stefan Krohmer

Eine junge Deutsche fahndet in Russland nach ihrem Geliebten, trifft in einem abgelegenen Wintersport-Hotel aber nicht nur auf ihn mitsamt Ehefrau und Kind, sondern auch auf einen 70-jährigen Oligarchen. Der nimmt sich ihrer an, doch bald offenbaren sich enorme Unterschiede, auch was ihre Vorstellungen von Recht und Moral betrifft. Die groteske Mischung aus Road Movie und Thriller auf den Spuren von „Fargo“ ergeht sich in klischeehaften Bildern eines enthemmten Russlands, ohne Kritik an den absurden politischen Verhältnissen zu formulieren. Der dramaturgisch ausfransende Film ist lediglich eine Stilübung mit geschwätzigen Dialogen, die im Wildwuchs der eigenen Manierismen stecken bleibt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Russland
Produktionsjahr
2014
Regie
Stefan Krohmer
Buch
Daniel Nocke
Kamera
Benedict Neuenfels
Musik
Yuriy Gurzhy · Simon Wahorn
Schnitt
Stephan Krumbiegel · Olaf Voigtländer
Darsteller
Lucie Heinze (Winja) · Aleksei Guskov (Wsewolod Starych) · Yuri Kolokolnikov (Yegor) · Anton Pampushnyy (Andrei) · Ievgen Bal Bal (Artur)
Länge
92 Minuten
Kinostart
21.05.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Wenn man die Filme von Stefan Krohmer und Daniel Nocke kennt, von „Sommer ’04“ (fd 37 835) über „Mitte 30“ bis zu „Dutschke“, kommt man nicht umhin, nach dem Grund für das Desaster von „Mädchen im Eis“ zu fragen. Dass sie beide zur Abwechslung mal ins Komödienfach wechseln, ist leicht nachvollziehbar. Doch kommt ihre Groteske auf den Spuren von „Fargo“ (fd 32 223) und „Lilyhammer“ (fd 42 553) nicht über das vorhersehbare Bild eines enthemmten Russlands hinaus, das nur aus psychopathischen Oligarchen, aufgeputschten Sportlerin

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