Drama | Großbritannien 2015 | 109 Minuten

Regie: Simon Curtis

Maria Altmann, eine Jüdin, die vor mehr als einem halben Jahrhundert ihre Heimatstadt Wien zum Schutz vor den Schergen Adolf Hitlers verlassen musste und seitdem in Los Angeles lebt, erfährt in den späten 1990er-Jahren vom Schicksal jenes Porträts ihrer Tante Adele, das der Maler Gustav Klimt anfertigte. Mit Hilfe eines jungen Anwalts macht sie vor dem Obersten Gerichtshof ihre Ansprüche auf das wertvolle Gemälde geltend. Die sachkundige Haltung des Films und die Kritik an den reparationsunwilligen österreichischen Behörden werden gelegentlich durch sentimentalisierte Rückblenden in die Zeit der Judenverfolgung verwässert; dennoch geht das Thema der Zwangsenteignung jüdischen Eigentums nie verloren und bleibt dank der glaubhaften Darsteller stets Zentrum des Films. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
WOMAN IN GOLD
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2015
Regie
Simon Curtis
Buch
Alexi Kaye Campbell
Kamera
Ross Emery
Musik
Martin Phipps · Hans Zimmer
Schnitt
Peter Lambert
Darsteller
Helen Mirren (Maria Altmann) · Ryan Reynolds (Randol Schoenberg) · Daniel Brühl (Hubertus Czernin) · Katie Holmes (Pam) · Tatiana Maslany (junge Maria Altmann)
Länge
109 Minuten
Kinostart
04.06.2015
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Produzenten David M. Thompson.

Verleih DVD
EuroVideo (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
EuroVideo (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Am Anfang steht ein Gemälde, das Porträt von Adele Bloch-Bauer, eines der bekanntesten Bilder des Wiener Malers Gustav Klimt. Als „Frau in Gold“ hat es Kunst- und Weltgeschichte gemacht. Nicht in Wien, sondern in der „Neuen Galerie“ in New York ist es heute zu besichtigen. Den langen, dornigen Weg, wie es dahin gekommen ist, erzählt dieser Film. Der Kampf um die Rückkehr der „Frau in Gold“ zu ihren wirklichen Eigentümern ist ein besonders anschaulicher Einzelfall der Zwangsenteignung von Kunstwerken durch die Nationalsozialisten, wie Tausende von Juden sie während der 1930er- und 1940er-Jahre über sich ergehen lassen mussten. Während George Clooneys Film „Monuments Men“ (fd 42 206) die letzte Phase des Kunstraubs kurz vor Kriegsende und die Bewahrung der Meisterwerke vor der Zerstörung durch die Verlierer des Krieges beschreibt, widmet sich Simon Curtis in diesem Film den langjährigen, oft bis in unsere Tage fortwirkenden Bemühungen der rechtmäßigen Eigentümer und ihrer Erben, K

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