- | Deutschland 2014 | 93 Minuten

Regie: Tomasz Emil Rudzik

Nach einer langen Haftstrafe verlässt eine Polin fluchtartig ihre Heimat und beginnt in München, für einen Escort-Service zu arbeiten. Die Beziehung zu ihrer Arbeitgeberin mündet in einen Konflikt, als sich die Polin mit einem 16-jährigen Jungen anfreundet. Vorgeblich eine sozialrealistische Milieustudie, ist der Film besonders in der Darstellung des Escort-Milieus schematisch und wenig glaubwürdig. Durch die blasse Figurenzeichnung bleiben auch die redlichen Bemühungen der Hauptdarstellerin fruchtlos. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Tomasz Emil Rudzik
Buch
Tomasz Emil Rudzik
Kamera
Sorin Dragoi
Musik
Florian Riedl · Martin Kolb
Schnitt
Alina Teodorescu
Darsteller
Karolina Gorczyca (Agnieszka Radomska) · Hildegard Schmahl (Madame) · Lorenzo Nedis (Manuel Kaspar) · Jörg Witte (Jacek) · Rafal Garnecki (Rafael Radomski)
Länge
93 Minuten
Kinostart
18.06.2015
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Agnieszkas Bewegungen sind langsam und kontrolliert, geschmeidig sind sie nicht. Die lange Haftstrafe, die sie für ihren Freund abgesessen hat, hat sich fest in ihren Körper eingeschrieben. Schon wenn sie ihre Jacke auszieht oder sich die Mütze vom Kopf streift, sind das Gesten und Signale. „Agnieszka“ setzt die Gefängniskörpersprache seiner Hauptfigur vom ersten Bild an überdeutlich in Szene: viel Spannung, Aggression, Verschlossenheit, geballte Fäuste, eine Mütze wie ein Helm. Agnieszka haftet etwas Lauerndes an. Vom tristen, grauen, schneevermatschten Polen geht es nach München. Tomasz Emil Rudzik, ein deutscher Regisseur mit polnischen Wurzeln, setzt die Stadt ausgesprochen u

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