Dokumentarfilm | Deutschland 2013 | 90 Minuten

Regie: Martin Gressmann

Fast 30 Jahre lang filmte der Kameramann Martin Gressmann das ehemalige „Gestapo-Gelände“ in der Mitte Berlins, auf dem heute das Dokumentationszentrum „Topografie des Terrors“ an die Verbrechen der Nazi-Zeit erinnert. Aus der chronologischen Montage des disparaten Materials und einer spannenden Off-Montage unterschiedlicher Gesprächspartner, Zeitzeugen und Ausstellungsbesucher entsteht ein phänomenal vielschichtiges Zeitbild, in dem sich der quälende Diskurs über den richtigen Umgang mit den NS-Verbrechen ebenso spiegelt wie die politisch-gesellschaftlichen Umbrüche dieser Jahre. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2013
Regie
Martin Gressmann
Buch
Martin Gressmann
Kamera
Martin Gressmann · Volker Gläser · Hanno Lentz · Ralph Netzer
Musik
Brynmor Jones
Schnitt
Bettina Böhler
Länge
90 Minuten
Kinostart
10.11.2016
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Verleih DVD
good!movies
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Diskussion
Lob der Beharrlichkeit! Der Filmemacher Martin Gressmann scheint selbst nicht recht zu wissen, was ihn mit seiner 35mm-Kamera immer wieder an jenen Ort in Berlin direkt an der Mauer zwischen Martin-Gropius-Bau, Anhalter- und Wilhelmstraße geführt hat. Seit 1985. War es die Großmutter, die davon erzählte, dass man es während der NS-Zeit tunlichst vermied, die Prinz-Albrecht-Straße zu wählen und stattdessen lieber Umwege in Kauf nahm? Hier hatten die Gestapo und das Reichssicherheitshauptamt einst ihren Sitz. Von hier aus wurden zwischen 1933 und 1945 Terror und Völkermord in Europa geplant, verwaltet und exekutiert. Und zwar von einer Elite der gebildeten Mittelschicht, von denen gut die Hälfte in unterschiedlichsten Fächern promoviert hatte und die alles andere als „nur“ Schreibtischtäter waren. Gressmann nennt sein Beharren rückblickend einen „Kontrollgang“, der wohl auch Sühne-, Buß- und Spaziergang gewesen sein mag. 1985, als „Das Gelände“ beginnt, ist von dem Gebäudekomplex nichts mehr zu

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