Thriller | Österreich 2014 | 100 Minuten

Regie: Veronika Franz

Zehnjährige Zwillingsbrüder reagieren irritiert auf die Rückkehr ihrer Mutter aus dem Krankenhaus, weil deren Kopf nach einer Schönheitsoperation komplett bandagiert ist. Sie zweifeln ihre Identität an und verwickeln sie in verwirrende Verhöre. Der kühl konstruierte Psycho- und Body-Horrorfilm entfaltet eine abgründige Fabel über Misstrauen, Lüge, Hass und Tod. Die Inszenierung lässt am Ausgang der Höllenfahrt nie Zweifel aufkommen, verwirrt die Handlungslogik aber so kunstvoll, dass die Auflösung des philosophisch grundierten Vexierspiels bleibende Fragen aufgibt. - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
ICH SEH, ICH SEH
Produktionsland
Österreich
Produktionsjahr
2014
Regie
Veronika Franz · Severin Fiala
Buch
Veronika Franz · Severin Fiala
Kamera
Martin Gschlacht
Musik
Olga Neuwirth
Schnitt
Michael Palm
Darsteller
Susanne Wuest (die Mutter) · Lukas Schwarz (Lukas) · Elias Schwarz (Elias) · Hans Escher (Priester) · Elfriede Schatz (Sammlerin vom Roten Kreuz)
Länge
100 Minuten
Kinostart
02.07.2015
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.
Genre
Thriller

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras enthalten u.a. ein Feature mit vier im Film nicht verwendeten Szenen (8 Min.) sowie ein Interview mit den Regisseuren (13 Min.).

Verleih DVD
Koch (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Koch (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
Es beginnt mit einem Bild, das perfekte Idylle wachrufen soll und doch zugleich abgründig wirken muss: Die „Trapp-Familie“ (fd 5340) singt „Guten Abend, gute Nacht“, ein spätromantisches Wiegenlied, das vom Hauch des Todes durchzogen ist. Es folgen prächtige atmosphärische Augenblicke: Die Kamera gleitet durch ein Kornfeld, wobei man niemanden sieht, aber eine Präsenz erahnt. Dann taucht ein zehnjähriger Junge auf und sehr unvermittelt ein zweiter, identischer. Offensichtlich Zwillingsbrüder. Sie nennen einander Lukas und Elias und spielen ein Spiel. Ein Sommernachmittag in der österreichischen Provinz, ein abseits gelegener, modernistischer Bungalow, der Wald und ein nahegelegener See, die Nachbarn sind fern. Als die Jungen zurück in das Haus kommen, wo sie mit ihrer Mutt

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