Buddha's Little Finger

Literaturverfilmung | Deutschland/Kanada/Russland 2015 | 83 Minuten

Regie: Tony Pemberton

Während des russischen August-Putsches 1991 gerät ein junger Dichter in die Fänge des KGB, verliert sein Gedächtnis und fantasiert sich in den albtraumartigen Verhören ins Jahr 1919 hinein. Auch dort tobt eine Revolution, in der er den Respekt der Roten Armee und einer schönen Revolutionärin gewinnt. Eklektisch-konfuse Romanverfilmung, die die komplexe, zwischen den Zeiten und Orten springende Vorlage auch durch die hinzuerfundene Liebesgeschichte nicht in den Griff bekommt. Angesichts der aktuellen historischen Umbrüche wirkt das Sujet zudem reichlich überholt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BUDDHA'S LITTLE FINGER
Produktionsland
Deutschland/Kanada/Russland
Produktionsjahr
2015
Regie
Tony Pemberton
Buch
Tony Pemberton · William Jennings · Marina Shron · Saul Fussiner
Kamera
Stéphanie Anne Weber Biron
Musik
Delphine Measroch
Schnitt
Anja Siemens · Elisabeth Tremblay
Darsteller
Toby Kebbell (Pyotr) · Karine Vanasse (Anna) · Christoph Bach (Vorblei) · Stipe Erceg (Volodin) · André Hennicke (Chapayev)
Länge
83 Minuten
Kinostart
06.08.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Literaturverfilmung
Diskussion
Stoisch streckt ein im hohen Gras sitzender Buddha seinen kleinen Finger in die Höhe und lässt die Berge hinter sich verschwinden. Aus Ablehnung jegliches Machtanspruchs richtet der Buddha seinen Finger auch gegen sich selbst und verschwindet ebenfalls. Dieser immer wieder auftauchende Buddha-Darsteller ist eine der Chiffren, der sich Tony Pemberton in seiner Verfilmung des gleichnamigen Romans von Victor Pelevin eklektisch bedient. Eine andere Chiffre sind die ständig eingeschobenen Archivaufnahmen von protestierenden Menschen und Panzern, die der Putschversuch gegen Gorbatschows Perestroika vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion hervorbrachte. 1991 ist das bewegte Jahr, in der die Handlung dem Abstieg des jungen Dichters Pyotr Void in die kriminellen Gefilde d

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