Thriller | USA/Argentinien/Mexiko/Brasilien/Frankreich 2014 | 101 Minuten

Regie: Pablo Fendrik

An den Ufern des Amazonas treiben Killer ihr Unwesen. Im Auftrag rücksichtsloser Konzerne, die sich durch Ausbeutung des Urwalds Gewinne erhoffen, "kümmern" sie sich um Widerständler wie die Tabakfarmer, die ihre Bockigkeit mit dem Leben bezahlen. In ihrer brutalen Gewissenlosigkeit haben die Killer nicht mit Gegenwehr gerechnet, die ihnen in Gestalt eines Schamanen blüht, der dem Amazonas-Dschungel entsteigt, um sich zu rächen. Öko-Thriller, der seine suggestive Kraft nicht aus vordergründigem Geballer oder spektakulärem Ekel zieht. Ganz im Gegenteil: Es ist die stoische Ruhe, die das Geschehen umso intensiver spürbar macht. Eine bemerkenswerte Elegie mit einem subtilen Hang zur naturreligiösen Übersinnlichkeit. - Ab 16.
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Filmdaten

Originaltitel
EL ARDOR
Produktionsland
USA/Argentinien/Mexiko/Brasilien/Frankreich
Produktionsjahr
2014
Produktionsfirma
Magma Cine/Bananeira Filmes/Manny Films/Canana Films
Regie
Pablo Fendrik
Buch
Pablo Fendrik
Kamera
Julián Apezteguia
Schnitt
Leandro Aste
Darsteller
Gael García Bernal (Kaí) · Alice Braga (Vania) · Claudio Tolcachir (Tarquinho) · Jorge Sesán · Iván Steinhardt (Mann ohne Revolver)
Länge
101 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogische Empfehlung
- Ab 16.
Genre
Thriller
Externe Links
IMDb | TMDB | JustWatch

Heimkino

Der Film ist für die Heimkinoauswertung auch auf 3D transferiert worden.

Verleih DVD
Tiberius (16:9, 2.35:1, DD5.1 span./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Tiberius (16:9, 2.35:1, dts-HDMA span./dt.)
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Öko-Thriller aus Lateinamerika: An den Ufern des Amazonas treiben Killer im Auftrag skrupelloser Konzerne ihr Unwesen; ein junger Schamane stellt sich ihnen entgegen.

Diskussion
An den Ufern des Amazonas treiben Killer ihr Unwesen. Im Auftrag rücksichtsloser Konzerne, die sich durch Ausbeutung des Urwaldes satte Gewinne erhoffen, ­»kümmern« sie sich um Widerständler, so wie die Tabakfarmer, die ihre Bockigkeit mit dem Leben bezahlen. Deren Tochter Vanina haben die Killer entführt, um sie zu missbrauchen. In ihrer brutalen Gewisse­n­losigkeit haben sie aber nicht mit Gegenwehr gerechnet. Die blüht ihnen in Gestalt des Schamanen Kaí, der dem Amazonas-Dschungel entsteigt, um sich zu rächen. Pablo Fendriks Ökothriller zieht seine ­suggestive Kraft nicht aus vordergründigem Geballer oder spektakulärem Ekel – ganz im Gegenteil. Es ist die stoische Ruhe, die das Geschehen umso intensiver spürbar macht. Hinzu kommt ein subtiler Hang zur naturreligiösen Übersinnlichkeit. Der scheu, aber bestimmt agierende Gael García Bernal als einsamer Rächer hat etwas Götter­gleiches, das er mit der Attitüde eines (Western-)Helden ­fusioniert. Das funktioniert und macht aus einem Film mit unspektakulärer Handlung eine bemerkenswerte Rache-Elegie.
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