Folge meiner Stimme!

Drama | Türkei/Frankreich/Deutschland 2014 | 105 Minuten

Regie: Hüseyin Karabey

Eine alte Frau aus einem kurdischen Bergdorf will ihren Sohn aus den Fängen des türkischen Militärs retten. Die Armee hat seine Freilassung für den Fall in Aussicht gestellt, dass vermeintlich versteckte Waffen herbeigeschafft würden. Da es aber gar keine Waffen gibt, machen sich die Alte und ihre aufgeweckte Enkelin auf eine abenteuerliche Reise, um welche zu beschaffen. Mit feiner Poesie und leisen Tönen erzählt die Tragikomödie in Form eines archaischen Märchens vom Leid und von der Unterdrückung der Kurden, ohne in Schwarz-Weiß-Kategorien abzudriften. Dabei hält der wunderschön fotografierte Film geschickt die Balance zwischen politischer Realität und einer unterspielten Komik, bis die Ereignisse doch noch zu einem hoffnungsvollen Ende kommen. - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
WERE DENGÊ MIN: COME TO MY VOICE
Produktionsland
Türkei/Frankreich/Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Hüseyin Karabey
Buch
Hüseyin Karabey · Abidin Parilti
Kamera
Anne Misselwitz
Musik
Serhat Bostancı · Imran Erin · Ali Tekbaş
Schnitt
Baptiste Gacoin
Darsteller
Feride Gezer (Berfe) · Melek Ülger (Jiyan) · Tuncay Akdemir (Temo) · Muhsin Tokçu (Geschichtenerzähler) · Ali Tekbaş (Mendo)
Länge
105 Minuten
Kinostart
17.03.2016
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Drama

Heimkino

Die deutsche Tonspur besteht aus einem dt. Voiceover. Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Barnsteiner/Lighthouse (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Die Geschichte vom schönen, stolzen Fuchs erzählt Berfe ihrer Enkelin Jiyan: vom Fuchs, der seinen Schwanz verliert und vom Hausierer zu den Hühnern zum Händler laufen muss, um einen neuen Schwanz zu finden. Ob ihm das gelingt, erfährt man erst, wenn der Film zu seinem Ende findet. Natürlich ist diese Geschichte eine Parabel für das, was auch Berfe und Jiyan widerfährt: Die alte Frau und das Mädchen sind ebenfalls auf der Suche, und zwar nach einer Waffe. Damit, so haben es ihnen die Soldaten gesagt, könnten sie Temo, Berfes Sohn und Jiyans Vater, aus der Haft freikaufen. Wie alle anderen Männer des kurdischen Bergdorfs wurde er festgenommen, da die türkische Staatsmacht unter den ärmlichen Häusern und

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren