Taxi - Nach dem Roman von Karen Duve

Literaturverfilmung | Deutschland 2014 | 98 Minuten

Regie: Kerstin Ahlrichs

Auf der Suche nach der Liebe und sich selbst kutschiert eine junge Taxifahrerin in den 1980er-Jahren Betrunkene durch die Hamburger Nacht. Ein tragikomischer, auf Effekt gebürsteter Episodenfilm, dessen plakative Inszenierung auch durch die respektablen Darsteller nicht abgemindert wird. Die dekorativ nostalgische Verfilmung eines Romans von Karen Duve bläht seine dünne Handlung durch ein Übermaß an brachialer Symbolik und augenzwinkernden Seitenhieben so lange auf, bis alle feineren Zwischentöne erstickt sind. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Kerstin Ahlrichs
Buch
Karen Duve
Kamera
Sonja Rom
Musik
Michel van Dyke · Florian Tessloff
Schnitt
Florentine Bruck
Darsteller
Rosalie Thomass (Alexandra) · Peter Dinklage (Marc) · Stipe Erçeg (Dietrich) · Antoine Monot jr. (Taximörder) · Robert Stadlober (Rüdiger)
Länge
98 Minuten
Kinostart
20.08.2015
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Literaturverfilmung | Tragikomödie
Diskussion
Das Telefon: rot und in Großaufnahme. Ein Gerät mit Wählscheibe, Gabel und Schnur. „Taxi“, nach Karen Duves gleichnamigem Erfolgsroman, spielt unverkennbar in den 1980er-Jahren. Schnitt auf Alex, die unterkühlt blonde Protagonistin, ebenfalls in Großaufnahme. Dann klingelt das Telefon. Was da nicht alles drin steckt, in drei kurzen Einstellungen – und im liebesfarbenen Telefon! Natürlich auch eine Anspielung auf den „heißen Draht“ im Kalten Krieg. Und: Hatte Alex ihrem kleinwüchsigen Gelegenheitsgeliebten Marc nicht eingeschärft, er solle sie auf keinen Fall anrufen? Und jetzt wartet sie doch sehnsüchtig darauf. Auf solche Weise inszenieren Regisseurin Kerstin Ahlrichs und die Autorin Duve, die auch das Drehbuch verfas

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