Königin der Wüste

Abenteuer | USA/Marokko 2015 | 129 Minuten

Regie: Werner Herzog

Anfang des 20. Jahrhunderts entflieht die junge britische Schriftstellerin Gertrude Bell den Gesellschaftsbällen ihrer Heimat in den Nahen Orient. Als ihr Geliebter, ein mittelloser Diplomat in Teheran, stirbt, verschreibt sie sich ganz ihren Forschungsreisen in entlegene Gebiete und nimmt bei der Neuordnung der Region nach dem Ersten Weltkrieg sogar eine Schlüsselrolle ein. Werner Herzog verarbeitet den Stoff zu einem von Orientfantasien gespickten Abenteuerfilm, in dem die für ihn typischen Signaturen nur punktuell auftauchen. Trotz oder gerade aufgrund der Nähe zum gediegenen Wüstenmelodram ist der Film auch für all jene eine Vergnügen, die unter der Erzähloberfläche nach Verweisen und Metatexten fahnden. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
QUEEN OF THE DESERT
Produktionsland
USA/Marokko
Produktionsjahr
2015
Regie
Werner Herzog
Buch
Werner Herzog
Kamera
Peter Zeitlinger
Musik
Klaus Badelt
Schnitt
Joe Bini
Darsteller
Nicole Kidman (Gertrude Bell) · James Franco (Henry Cadogan) · Robert Pattinson (T.E. Lawrence) · Damian Lewis (Charles Doughty-Wylie) · Jay Abdo (Fattuh)
Länge
129 Minuten
Kinostart
03.09.2015
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Abenteuer | Biopic

Heimkino

Verleih DVD
Prokino (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Prokino (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Werner Herzogs Biopic über die Schriftstellerin und Wüstenpionierin Gertrude Bell

Diskussion
Gertrude Margaret Lowthian Bell und Werner Herzog. Das ist eine einleuchtende Konstellation, wenn nicht gar ein „perfect match“. Von Herzogs mal mehr, mal weniger irren und bisher ausschließlich männlichen Figuren wie Aguirre, Fitzcarraldo oder aus der jüngeren Filmvita: der „Bad Lieutenant“ ((fd 39 731), 2009) und der Muttermörder Brad Macallam aus „The Wild Blue Yonder“ ((fd 38 399), 2005) trennt die britische Forschungsreisende, die auch als Historikerin, Schriftstellerin, Archäologin und politische Beraterin hervortrat, zwar ein durchweg gesunder Menschenverstand und hohes diplomatisches Geschick. Ins typisch Herzog’sche Grenzgängerpersonal passt Bell trotzdem ausgesprochen gut. Für ihre Zeit, die 1880er-Jahre in England, absolut unkonventionell, studierte Bell, die als Ehefrau als nur schwer vermittelbar galt, neuere Geschichte in Oxford; später ging sie nach Teher

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