Drama | USA 2015 | 118 Minuten

Regie: Terrence Malick

Ein Drehbuchautor empfindet immer mehr Abstand zum Glamour Hollywoods. Gelangweilt lässt er auf Partys oder am Strand des Pazifiks wichtige Momente seines Lebens Revue passieren. In einem schwebend-gleitenden Strom aus Assoziationen, Off-Kommentaren, Musikstücken und Handlungsfragmenten entfaltet das polyphone Drama eine universale Sinnsuche, die um die Unfähigkeit kreist, der Schönheit des Daseins gerecht zu werden. Der tiefen Melancholie angesichts eines entleerten Lebens stehen dabei die sinnliche Gewissheit der grandiosen Architektur von Los Angeles sowie die vor allem in der Natur empfundene Allpräsenz einer spirituellen Macht gegenüber. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
KNIGHT OF CUPS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2015
Regie
Terrence Malick
Buch
Terrence Malick
Kamera
Emmanuel Lubezki
Musik
Hanan Townshend
Schnitt
A.J. Edwards · Keith Fraase · Geoffrey Richman · Mark Yoshikawa
Darsteller
Christian Bale (Rick) · Cate Blanchett (Nancy) · Natalie Portman (Elizabeth) · Brian Dennehy (Joseph) · Antonio Banderas (Tonio)
Länge
118 Minuten
Kinostart
10.09.2015
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Liebesfilm

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. eine Aufzeichnung der Berlinale-Pressekonferenz 2015 (35 Min.).

Verleih DVD
StudioCanal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Von den ersten Sekunden an wirft einen dieser Film in unsicheres Gelände. Ein Mann in der Wüste, ein Einsiedler. Moses? Oder vielleicht ein Kreuzritter? Auf dieses erste Bild folgt ein Blick aus dem Weltraum auf die Erde. Kein Mensch kann so blicken, sondern nur ein Schöpfer – ein Gott möglicherweise. Oder ein Satellit, und mit dieser künstlichen Erweiterung des Menschenauges dann eben doch der Mensch. Das Erhabene und das Technische, die Erscheinung und die übersinnliche Welt liegen bei Terrence Malick immer wieder nahe beieinander. Wer sich davor scheut, oder es nicht vermag, die Bilder jenseits ihrer Oberflächen zu entziffern, der wird vor der Verbindung aus Heiligem und Konkretem kapitulieren. Ein göttlicher oder gottgleicher Erzähler setzt ein. Dieser berichtet von einem Vater, der seinen Sohn in ein unbekanntes Land schickte. Dieser Sohn sei ein Fürst, ein Ritter, ein Pilger, dazu bestimmt, „auf dem Grunde des Ozeans eine Perle zu finden“. Während man diese Fabel hört,

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