Komödie | Israel/Deutschland 2014 | 93 Minuten

Regie: Sharon Maymon

In einem Altersheim in Jerusalem bittet ein alter Mann darum, ihm beim Sterben zu helfen. Einer seiner Freunde baut daraufhin eine Selbsttötungsmaschine, sieht sich nach dem Ableben des Mannes aber plötzlich mit dem Dilemma konfrontiert, dass sich alsbald andere melden, die das Gerät ebenfalls in Anspruch nehmen wollen. Mit viel schwarzem Humor greift die fürs große Publikum konzipierte Komödie aktuelle Tabuthemen im Umkreis von Alter, Demenz, Hinfälligkeit und einem selbstbestimmten Ende auf. Dabei lässt der Film im letzten Drittel jede Lustigkeit fahren und wird bitterernst. Philosophisch grundiert, gelingt dabei die Gratwanderung eines Films über den Tod, der das Leben und damit die Freiheit feiert. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MITA TOVA
Produktionsland
Israel/Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Sharon Maymon · Tal Granit
Buch
Sharon Maymon · Tal Granit
Kamera
Tobias Hochstein
Musik
Avi Belleli
Schnitt
Einat Glaser Zarhin
Darsteller
Ze'ev Revach (Yehezkel) · Levana Finkelstein (Levana) · Aliza Rosen (Yana) · Ilan Dar (Dr. Daniel) · Rafi Tabor (Raffi Segal)
Länge
93 Minuten
Kinostart
24.09.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie
Diskussion
„Gott zu spielen“, amüsiert Yehezkel. Schließlich sei er auch ein Ingenieur. Obwohl schon seit langem verrentet, ist der alte Herr offenkundig immer noch recht begabt. Seine überschüssigen Energien nutzt er in vielfältiger Weise. So weckt er eine Mitbewohnerin in dem Heim für alte Menschen, in dem er lebt, indem er mit einem selbstkonstruierten „Stimmenveränderer“ sein Organ so erhaben wie das von Gott klingen lässt. Diese lustige, aber auch abgründige Eröffnungsszene setzt den Grundton einer schwarzen Komödie, die, je länger sie dauert, zunehmend seriöser wird. Von Anfang an führt die fröhliche Laune aber ein wenig in die Irre: Yehezkels geliebte Ehefrau Levana leidet nämlich an Altersdemenz, zwar noch in sehr frühem Stadium, doch die Krankheit schreitet schnell fort. Auch ihre Freunde Yana und Max machen gerade eine s

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