Animation | USA 2015 | 91 Minuten

Regie: Charlie Kaufman

Ein ausgebrannter Motivationstrainer nimmt seine Umwelt nur noch als zähen Brei und die Mitmenschen als gleichförmige Masse wahr. Während einer Vortragsreise lernt er in einem Hotel in Cincinnati eine schüchterne Frau kennen, die sich von den anderen unterscheidet. Der außergewöhnliche Puppenfilm entwirft mit im 3D-Drucker produzierten Figuren und altmodischer Stop-Motion-Animation einen Albtraum, in dem alle Menschen identisch aussehen und gleich sprechen. Das Hotel wird zum Ort existenzieller Leere, bei dem Individualität keine Rolle spielt, während der Liebe eine besondere Bedeutung zukommt, weil sie den Einzelnen aus der Masse hervorhebt. Ein eigenwillig schöner, in jeder Hinsicht höchst besonderer Film. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ANOMALISA
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2015
Regie
Charlie Kaufman · Duke Johnson
Buch
Charlie Kaufman
Kamera
Joe Passarelli
Musik
Carter Burwell
Schnitt
Garret Elkins
Länge
91 Minuten
Kinostart
21.01.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Animation | Fantasy | Komödie

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die BD enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache. Die Extras des BD umfassen u.a. das längere "Making of"-Feature "Du bist keine von ihnen: Die Erschaffung von 'Anomalisa'" (30 Min.) sowie die Featurettes "Intimität im Miniaturformat" (9 Min.) über die animierte Sexszene und "Der Klang des Unbehagens" über das Sounddesign (6 Min.).

Verleih DVD
Paramount (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Paramount (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., DD5.1 dt.)
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Grandiose Puppen-Animation von Charlie Kaufman

Diskussion
Michael Stone ist Motivationstrainer, seine Ratgeber verkaufen sich gut. Aktuell befindet er sich auf einer Vortragsreise durch Amerika und hat soeben im „Al Fregoli“, einem Business-Hotel in Cincinnati, eingecheckt. Sein schleppender Gang und sein hängender Kopf deuten auf eine große Erschöpfung hin. Stone steckt in der Krise. Er motiviert andere und weiß sich selbst keinen Rat. Ein kurzer Anruf nach Hause zeugt von einem unglücklichen Familienleben mit entfremdeter Ehefrau und gleichgültigen Kindern. In seiner Einsamkeit kommt Stone auf die Idee, wo er doch schon einmal in Cincinnati ist, eine hier lebende Ex-Freundin anzurufen: Bella. Das Treffen in der Hotelbar endet in einer Katastrophe – Bella hat die Trennung nie verwunden: Warum hat er sie damals, vor zehn Jahren, bloß verlassen? Das Bedauern über ein

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