Fantasyfilm | USA 2015 | 119 Minuten

Regie: Guillermo del Toro

Eine junge Amerikanerin aus reichem Haus lässt sich nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters auf die Ehe mit einem verarmten schottischen Lord ein. Doch nicht nur der charmante Liebhaber erweist sich im alten Familiengemäuer, in dem er mit seiner Schwester lebt, für die junge Braut als potenzielle Bedrohung, sondern auch das Haus selbst führt ein unheimliches Eigenleben. Stilsicher in den Spuren des "Gothic Horror" wandelnde Haunted-House-Story, die durch das ausgeklügelte Setdesign sowie ihre stimmige Farbdramaturgie ebenso fesselt wie durch ihre versierten Darsteller. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
CRIMSON PEAK
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2015
Regie
Guillermo del Toro
Buch
Guillermo del Toro · Matthew Robbins
Kamera
Dan Laustsen
Musik
Fernando Velázquez
Schnitt
Bernat Vilaplana
Darsteller
Charlie Hunnam (Dr. Alan McMichael) · Jessica Chastain (Lady Lucille Sharpe) · Tom Hiddleston (Sir Thomas Sharpe) · Mia Wasikowska (Edith Cushing) · Doug Jones (Ediths Mutter, Lady Sharpe)
Länge
119 Minuten
Kinostart
15.10.2015
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Fantasyfilm | Horrorfilm

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die BD enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache. Die Extras umfassen u.a. einen brillanten, ebenso informativen wie unterhaltsamen Audiokommentar des Regisseurs, ein Feature mit fünf im Film nicht verwendeten Szenen (5 Min.), eine vierteilige Featurettes über die Locations (19 Min.) sowie sechs Feauturettes zu Teilaspekten des Films: "Die Grundlage für Schauerromane" (6 Min.), "Licht und Dunkelheit von Crimson Peak" (8 Min.), "Handgenähte Gotik" (9 Min.), "Ein lebendiges Wesen" (12 Min.), "Vorsicht vor Crimson Peak" (8 Min.) und "Die Phantome von Crimson" (7 Min.). Die BD ist mit dem Silberling 2016 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Universal (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universal (16:9, 1.85:1, dts:X engl., dts dt.)
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Diskussion
„Ich will meine Augen nicht schließen, ich will sie immer offen halten.“ Das sagt Edith, die Heldin, relativ früh. Sehen und Wegsehen, der Blick auf die Tatsachen und auf das, was nicht sofort ins Auge springt, und im weiteren Sinn: die Dialektik von Wahrheit und Täuschung, Enthüllung und Verhüllung, und überhaupt diverse optische Metaphern bilden ein zentrales Leitmotiv in „Crimson Peak“. Edith trägt eine Brille, und gerade im ersten Drittel des Films sieht man die junge Einzelgängerin, die gebildet und begabt in der männerdominierten Welt um 1900 als Schriftstellerin reüssieren will, oft ihre Augen reiben. Einer der zwei Männer, die um sie werben, der ruhige Alan, ist Augenarzt. Das Familienmotto des anderen, des schottischen Baronet Thomas, lautet: Zu den Bergen erheben wir unsere Augen. Es geht immer wieder um den Willen zum Hingucken, also zum Wissen

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