Kinderfilm | Deutschland/Schweiz 2015 | 111 Minuten

Regie: Alain Gsponer

Neuverfilmung der Kinderbuchklassiker von Johanna Spyri um die kleine Schweizer "Nationalheldin", die von der Alm in die Großstadt verpflanzt wird und dort einem gelähmten Mädchen den Lebensmut wiederschenkt. Der Film wartet mit schwelgerisch schönen Landschaftsaufnahmen und einem guten Schauspielensemble auf, unter dem vor allem die junge Darstellerin der Titelfigur herausragt. Diese Meriten können jedoch nicht verhindern, dass der Film inhaltlich außer dem Beschwören einer hoffnungslos verkitschten Natur-Idylle keine erzählerischen Funken aus dem Stoff schlägt. Auffällig zudem, dass alle christlich akzentuierten Erzähllelemente der Buchvorlagen rigoros ignoriert wurden. - Ab 8.

Filmdaten

Originaltitel
HEIDI
Produktionsland
Deutschland/Schweiz
Produktionsjahr
2015
Regie
Alain Gsponer
Buch
Petra Volpe
Kamera
Matthias Fleischer
Musik
Niki Reiser
Schnitt
Michael Schaerer
Darsteller
Anuk Steffen (Heidi) · Bruno Ganz (Almöhi) · Quirin Agrippi (Geißenpeter) · Isabelle Ottmann (Klara Sesemann) · Katharina Schüttler (Fräulein Rottenmeier)
Länge
111 Minuten
Kinostart
10.12.2015
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 8.
Genre
Kinderfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

BD und DVD enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras umfassen u.a. eine längere "Hinter den Kulissen"-Featurette (30 Min.) sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (8 Min.).

Verleih DVD
StudioCanal (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Die beiden Bücher der Schweizer Schriftstellerin Johanna Spyri („Heidis Lehr- und Wanderjahre“, „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“) sind schon vielfach verfilmt worden, aber wahrscheinlich noch nie so (bild-)schön und aufwändig wie in Alain Gsponers zweitem Familienfilm nach „Das kleine Gespenst“ (fd 42 041). Die Natur ist prächtiger als in natura, die Interieurs sind sorgfältig arrangiert, und Bruno Ganz ist für den grantigen Alm-Öhi eine Traumbesetzung. Der große Coup ist allerdings bei der Hauptfigur gelungen: Anuk Steffen gibt als braungelocktes Naturkind ein hinreißendes Schauspieldebüt und vermittelt die Ungezwungenheit und Frische der literarischen Figur ebenso glaubwürdig wie ihr Einfühlungsvermögen oder ihre Unsicherheit. Auch die

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