Tragikomödie | Deutschland 2015 | 102 Minuten

Regie: Axel Ranisch

Ein korpulenter Berliner Architekt und sein „Flasche“ genannter Freund sind unzertrennlich. Ihre ausschweifenden Touren enden meistens in einem Saufgelage oder führen zu anderen Exzessen. Daran ändern auch die sich häufenden Klagen von Familie oder Geschäftspartnern nichts, da der Freund alle Besserungsversuche mit dämonischer Überzeugungskraft sabotiert. Die märchenhafte Tragikomödie über den wachsenden Wirklichkeitsverlust eines Alkoholikers wird mit vielen skurrilen Abzweigungen erzählt, bis sie in eine Entzugsklinik führt, in der ähnliche Beste-Freunde-Paare aufeinander treffen. Visuell bescheiden, glänzt der Film durch die Improvisationskunst der überzeugenden Hauptdarsteller, aber auch durch einen melancholischen Realismus, der zur schonungslosen Lebensreflexion einlädt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2015
Regie
Axel Ranisch
Buch
Axel Ranisch · Heiko Pinkowski · Peter Trabner
Kamera
Dennis Pauls
Musik
Käptn Peng & Die Tentakeln von Delphi
Schnitt
Milenka Nawka · Guernica Zimgabel
Darsteller
Heiko Pinkowski (Tobias) · Peter Trabner (Flasche) · Christina Grosse (Anika) · Thorsten Merten (Thomas) · Oliver Korittke (Siggi)
Länge
102 Minuten
Kinostart
12.11.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Tragikomödie
Diskussion
Ein Berliner Architekt teilt nicht nur seine Privatsphäre mit einem Dritten, am Küchentisch und im Ehebett. Auch im Büro schaltet sich dieser immer wieder in die Auseinandersetzungen mit dem Firmenpartner ein, der die Unzuverlässigkeit seines Kompagnons kaum noch erträgt. Zumal Tobias neuerdings Aufträge von reichen Russinnen ans Land zieht, die sich bei nüchterner Beobachtung als Luftschlösser entpuppen. Kann es eine derartig enge Männerfreundschaft überhaupt geben, fragt man sich zunehmend. Das unzertrennliche Duo feiert jede Nacht in Bars und Schwulen-Clubs, der Alkohol fließt reichlich, der Körperkontakt ist eng. Tagsüb

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