Irrational Man

Drama | USA 2015 | 95 Minuten

Regie: Woody Allen

Ein zynischer Philosophie-Professor, der an der Sinnlosigkeit des Daseins leidet, lebt durch die Freundschaft mit einer jungen Studentin auf. Ihre anregenden Gespräche kreisen um Kant und Kierkegaard, streifen aber auch die Frage nach der moralischen Berechtigung, einen skrupellosen Richter zu töten. Ein Gedankenspiel, das die Beziehung belastet, als dieser tatsächlich ermordet wird. Romantische Komödie mit einer charmanten Ausgangsidee und gewitzten Dialogen, elegant inszeniert. Da die philosophischen Anspielungen jedoch nie vertieft werden, stellt sich mitunter Leerlauf ein. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
IRRATIONAL MAN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2015
Regie
Woody Allen
Buch
Woody Allen
Kamera
Darius Khondji
Schnitt
Alisa Lepselter
Darsteller
Joaquin Phoenix (Abe) · Emma Stone (Jill) · Parker Posey (Rita) · Jamie Blackley (Roy) · Betsy Aidem (Jills Mutter)
Länge
95 Minuten
Kinostart
12.11.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Mystery-Film
Diskussion
Das Leben: ein Jammertal. Ebenso freud- wie sinnlos, findet Abe Lucas. Seinen Weltekel und sein Unglück zelebriert der Philosophieprofessor in zahllosen Dialogen und Voice-Over-Kommentaren. Man kann davon ausgehen, dass sich darin auch sein Schöpfer Woody Allen spiegelt. Der suhlt sich ja auch gerne, wenn auch einigermaßen kokett und mit viel Ironie, in der Sinnlosigkeit des Hier und Jetzt, ob in Interviews oder in seinen Filmen. Doch dann findet Abe Lucas doch noch einen Sinn und Freude in seinem Leben – ausgerechnet durch den Mord an einem Richter, eine seiner Meinung nach moralische Tat. Man kann sich nicht ganz des Eindrucks erwehren, dass auch Woody Allen selbst – wenn auch auf künstlerischem Gebiet – seit knapp zehn Jahren auf der Suche nach etwas ist, das ihn erfüllen könnte – aber es meist nicht (mehr) zu finden ve

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