Mustang (2015)

Drama | Türkei/Frankreich/Katar/Deutschland 2015 | 94 Minuten

Regie: Deniz Gamze Ergüven

Für ein zwölfjähriges türkisches Mädchen und seine vier älteren Schwestern hat das unschuldige Herumalbern mit Jungen im Meer drastische Folgen. Aus Angst um den Ruf der Familie werden sie von ihrem konservativen Onkel und der Großmutter in ihr Wohnhaus verbannt, das zum Gefängnis wird. Bald folgen erste arrangierte Hochzeiten. Das aus der Sicht der jüngsten Schwester erzählte Drama durchsetzt die brisante, bedrückende Fabel durch warme Farben und sommerlich flirrende Bilder, vor allem aber durch den Blick auf die sinnliche Schönheit und die Lebensfreude der Heranwachsenden. So vermittelt sich intensiv ein Plädoyer für Freiheit und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, das über den engen regionalen Kontext der Handlung hinausweist. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MUSTANG
Produktionsland
Türkei/Frankreich/Katar/Deutschland
Produktionsjahr
2015
Regie
Deniz Gamze Ergüven
Buch
Deniz Gamze Ergüven · Alice Winocour
Kamera
David Chizallet · Ersin Gok
Musik
Warren Ellis
Schnitt
Mathilde van de Moortel
Darsteller
Günes Sensoy (Lale) · Doga Zeynep Doguslu (Nur) · Elit Iscan (Ece) · Tugba Sunguroglu (Selma) · Ilayda Akdogan (Sonay)
Länge
94 Minuten
Kinostart
25.02.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Editionen enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras umfasssen u.a. ein längeres Interview mit Regisseurin Deniz Gamze Ergüven (14 Min.) und den Kurzfilm "Bir Damla Su" (19 Min.).

Verleih DVD
Weltkino (16:9, 2.35:1, DD5.1 türk./dt.)
Verleih Blu-ray
Weltkino (16:9, 2.35:1, dts-HDMA türk./dt.)
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Der Kampf von vier türkische Schwestern für ein selbstbestimmtes Leben - virtuoses Regiedebüt von Deniz Gamze Ergüven

Diskussion
Manchmal sind es die Blicke anderer, die etwas Unschuldiges ins Gegenteil verkehren. Und so wird der etwa zwölfjährigen Lale und ihren vier älteren Schwestern ein Moment voller Lebensfreude zum Verhängnis. Toben im blau glitzernden Meer mit Schulkameraden – eigentlich nichts Schlimmes, sollte man meinen. Wenn die Strukturen in der türkischen Provinz nur nicht so traditionell-konservativ wären und die Nachbarin nicht alles gesehen und brühwarm der Großmutter erzählt hätte. In deren Haus an der türkischen Schwarzmeerküste sind die Mädchen seit dem Tod ihrer Eltern bislang frei und unbeschwert aufgewachsen, nun aber sind sie zu weit gegangen: „Ihr habt euch an den Jungen gerieben!“ Es hagelt Vorwürfe, Ohrfeigen, Beschimpfungen. Der empörte Onkel, dessen selbstgerechte, im Film etwas plakativ wirkende Doppelmoral später deutlich werden wird, bringt seine Nichten ins Kra

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