Brooklyn - Eine Liebe zwischen zwei Welten

Drama | Irland/Großbritannien/Kanada 2015 | 112 Minuten

Regie: John Crowley

Eine schüchterne Irin wandert in den 1950er-Jahren nach New York aus, wo sie eine Anstellung in einem Modegeschäft findet. Ihre Einsamkeit und die Last der Fremde verflüchtigen sich, als ihr ein Italoamerikaner zeigt, wie eng der Horizont ihrer Heimat war. Doch dann ruft sie eine familiäre Tragödie nach Irland zurück, wo ihr ein anderer Mann den Hof macht. Die Verfilmung eines Romans von Colm Tóibín skizziert mit feinen, unaufdringlichen Strichen ein Einwandererschicksal, in dem Entfremdung und Heimatwerdung eng an die Figuren gebunden sind. Die Entwicklung der beeindruckend gespielten Protagonistin wird subtil und eindrücklich zugleich darstellt. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BROOKLYN
Produktionsland
Irland/Großbritannien/Kanada
Produktionsjahr
2015
Regie
John Crowley
Buch
Nick Hornby
Kamera
Yves Bélanger
Musik
Michael Brook
Schnitt
Jake Roberts
Darsteller
Saoirse Ronan (Eilis Lacey) · Emory Cohen (Antonio "Tony" Fiorello) · Domhnall Gleeson (Jim Farrell) · Jim Broadbent (Father Flood) · Julie Walters (Madge Kehoe)
Länge
112 Minuten
Kinostart
21.01.2016
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Liebesfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras der DVD umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs. Die BD enthält zusätzlich ein vom Regisseur kommentiertes Feature mit elf im Film nicht verwendeten Szenen (10 Min.).

Verleih DVD
Fox (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl., dts dt.)
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Liebesfilm um eine schüchterne Irin, die in den 1950er-Jahren nach New York auswandert. Mit Saoirse Ronan, Domhnall Gleeson und Emory Cohen.

Diskussion
„Manhattan“ war als Filmtitel schon an den großen Woody Allen vergeben. Doch Brooklyn ist mehr als ein Ausweich-Schauplatz für eine Erzählung, in der sich New York einmal mehr als Kristallisationspunkt all dessen materialisiert, was an Amerika verführerisch erschien: die brummende Wirtschaft der 1950er-Jahre, die „opportunity“ des sozialen Aufstiegs, das Selbstverständnis als Einwanderungsland. Dennoch steht Brooklyn, und ein klein wenig gilt das noch heute, für die Kehrseite des Wolkenkratzerglanzes von Manhattan. Es ist der Ort, an dem sich die sammeln, die es nicht in die Wirklichkeit dieser New-York-Fantasie geschafft haben oder die diese Wirklichkeit als Lüge erahnen – eine Heimstatt für all jene, die draußen bleiben müssen oder draußen bleiben

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